Wil

Definitives Aus für die geplante Gartenbeiz beim Stadtweier

Angela Müller, 24. September 2019, 20:58 Uhr
Stadtweier Wil
Die Visiere beim Wiler Stadtweier für eine Gartenbeiz sind nur kurze Zeit gestanden. Rekurrenten haben den Bau erfolgreich verhindert.
© Tagblatt Archiv
Beim Stadtweier in Wil hätte eine Gartenbeiz entstehen sollen. Zu überdimensioniert, fanden Anwohner und äusserten happige Vorwürfe gegen die Stadt. Ihr Rekurs hat nun dazu geführt, dass die Gesuchsteller das Handtuch geworfen haben.

Nun ist es definitiv: Vorerst wird neben dem Stadtweier in Wil nichts gebaut, schon gar nicht ein Gartenrestaurant mit 60 Aussensitzplätzen. Die Stadt hatte im Januar einem Projekt mit dem klingenden Namen «Altstadtgarten» eine Baubewilligung erteilt. Zuvor hatte sie dafür einen Projektwettbewerb lanciert.

Doch elf Anwohner wehrten sich dagegen. Sie fanden das Bauvorhaben viel zu gross und überdimensioniert und sie fürchteten sich vor dem Lärm: «Das Projekt ‹Altstadtgarten› ist weder in gestalterischer noch in betrieblicher Hinsicht auf die sensible Umgebung abgestimmt», heisst es in einer Stellungsnahme der Rekurrenten.

Stadtrat räumt Fehler ein

Der Rekurs im Mai hatte das Bauvorhaben für dieses Jahr verunmöglicht, inzwischen haben die Betreiber das Handtuch geworfen. Die Gesuchsteller haben Mitte September ein Rückzugsgesuch gestellt. «Wir haben dieses am Montag, 23. September, gut geheissen», sagt Stadtrat Daniel Stutz, Vorsteher des Baudempartements der Stadt Wil.

Er räumt auch durchaus Fehler im Vorgehen der Stadt ein: «Wir hätten von Anfang an die Anwohnerinnen und Anwohner miteinbeziehen sollen», sagt Stutz. Für die Stadt ist der Fall nun erledigt, sie wird keine weitere Initiative ergreifen, für gastronomisches Leben rund um den Stadtweier zu sorgen.

«Wir warten nun, bis jemand ein angepasstes oder neues Konzept an einem anderen Ecken des Stadtweiers für ein Restaurant einreicht.»

Zweifel an rechtmässigem Handeln der Stadt

Auf der anderen Seite sind die Vorwürfe der Rekurrenten sind zum Teil recht happig und gehen soweit, anzuzweifeln, ob das «Konzessionsverfahren der Stadt überhaupt rechtmässig» war. In einer Medienmitteilung schreiben sie: «Die Rekurrenten und Rekurrentinnen hätten eine detaillierte rechtliche Beurteilung durch das kantonale Baudepartement begrüsst, haben jedoch Verständnis dafür, dass die Altstadtgarten GmbH das für sie aussichtslose Verfahren abgebrochen hat.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 24. September 2019 20:23
aktualisiert: 24. September 2019 20:58