Die binäre Uhr ist kaputt

Sandro Zulian, 24. September 2018, 18:55 Uhr
Überraschung am Bahnhof St.Gallen: Wenige Wochen nach der feierlichen Eröffnung des neuen Bahnhofs funktioniert das Aushängeschild, die binäre Uhr, nicht mehr richtig, wie der Stadtbaumeister gegenüber FM1Today bestätigt.

«Die binäre Uhr am Bahnhof St.Gallen geht falsch! Um 9 Uhr (siehe Bahnhofsuhr darunter) heute Morgen zeigte die binäre Uhr 16:07!», schreibt uns ein Leserreporter. Er hat Recht damit.

Zwei Anzeigen funktionieren nicht mehr

Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner vom Hochbauamt der Stadt St.Gallen bestätigt: «Gewisse Zeilen leuchten nicht so auf, wie sie sollten.» So scheint die Stundenanzeige, die fünf grossen Kreise in der obersten Zeile, komplett ausgestiegen zu sein.

Überdies funktioniert auch die Minutenzeile, die sechs ‹X› in der zweiten Reihe nicht richtig, sagt Rechsteiner: «Ich habe den Eindruck, dass dort die Zeitmessung nicht genau angezeigt wird. Es scheint, als ob die Echtzeit nicht korrekt in die binäre Anzeige übersetzt wird.»

Problem noch nicht gefunden

Die Ursache für das Versagen der blinkenden Lichter ist noch nicht gefunden. Rechsteiner vermutet aber, dass es nicht an der Hardware liegt: «Ich gehe davon aus, dass es sich auf ein Steuerungsproblem zurückführen lässt und nicht auf einen Defekt der Leuchte an sich.» Das sei aber nur eine erste Einschätzung, sagt der Stadtbaumeister.

«Hoffe, Ursache wird schnell gefunden»

Die nächsten Schritte seien bereits eingeleitet, sagt Rechsteiner: «Die Firma, welche die binäre Uhr montiert hat und für den Unterhalt zuständig ist, wurde bereits informiert.» Die Firma Grafitec muss diesem Problem nun nachgehen. Rechsteiner hofft indes, dass die Ursache schnell gefunden und behoben werden kann.

Wer bezahlt die Reparatur?

Die ohnehin in der Kritik stehende Uhr ist nun auch noch defekt. Dass das Kunstwerk im Auge der Öffentlichkeit steht und daher unter besonders kritischer Beobachtung steht, ist Rechsteiner bewusst: «Ich gehe davon aus und werde auch darauf bestehen, dass es sich hier um eine Garantieleistung handelt, die keinen finanziellen Mehraufwand für die Stadt zur Folge haben wird.»

Sandro Zulian
Quelle: saz
veröffentlicht: 24. September 2018 18:48
aktualisiert: 24. September 2018 18:55