«Die Pfadi ist nicht mehr so rau»

Laurien Gschwend, 12. November 2018, 20:34 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus
Statt sich drinnen vor dem Smartphone zu verkriechen, spielen Ostschweizer Kinder vermehrt draussen und sind Mitglied einer Pfadi. Der Verband freut sich über die Entwicklung.

«Man lernt sich auf eine neue Art und Weise kennen», schwärmt Marc Huber alias «Kauz», wenn er über die Pfadi spricht. Der St.Galler ist seit über 14 Jahren Mitglied der Pfadi Helveter in St.Georgen – vom «Biber» wurde er zum Abteilungsleiter. Die Mitgliederzahl seiner Pfadi ist in den vergangenen vier Jahren um zehn Prozent auf 160 Kinder und Jugendliche angestiegen.

«Schöne Entwicklung erlebt»

Daniel Rüttimann, Präsident des Pfadiverbandes St.Gallen-Appenzell, freut sich über den Boom, der sich schweizweit abzeichnet (FM1Today berichtete). «Wir haben eine schöne Entwicklung der Mitgliederzahl erlebt in den letzten Jahren», sagt er gegenüber TVO. Die Pfadi habe sich vom Image der Militärorganisation losgelöst und könne von der aktuellen Gesellschaftsentwicklung und dem Outdoor-Trend profitieren.

Sicherheit ist wichtiger

Dies bestätigt auch Huber. Kinder, die sonst kaum einen Bezug zur Natur haben, würden so draussen spielen können. Zudem sei die Pfadi weniger rau. «Es wird heute ein grösserer Wert auf die Sicherheit gelegt.» Vom «Mein Name ist Eugen»-Klischee sei wenig übrig.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 12. November 2018 20:21
aktualisiert: 12. November 2018 20:34