«Diese Hallen sind mein Zuhause»

Raphael Rohner, 11. April 2018, 06:05 Uhr
Die 42. Ostschweizer Frühlings- und Trendmesse OFFA ist eröffnet. Bei Politikern und Gästen ist die «kleine OLMA» generell beliebt. Dies auch, weil mit dem Messebeginn der Frühling definitiv eingeläutet werden kann.

«Hier begegnet sich einfach die Ostschweiz», sagt Stadträtin Maria Pappa an der OFFA-Eröffnungsfeier. Die Ostschweizer Frühlings- und Trendmesse wurde am Dienstagabend offziell eröffnet. Die Weinhändler stehen bereit, die Staubsauber- und Bügeleisenvertreter sind in den Startlöchern. Die «kleine OLMA» geht los und soll wieder einmal ein Volksfest werden.

«Man soll neugierig sein»

Für den Direktor der Olma-Messen, Nicolo Paganini, ist die Frühlingsmesse bedeutend entspannter, als die Olma: «Hier kann ich einfach abschalten und mir die neuen Sachen ansehen. Die Modeschauen sind immer super und darauf freue ich mich sehr. Die Besucher sollen neugierig sein.» Es gebe immer viel zu entdecken und man soll sich durch die Ausstellung treiben lassen. Speziell die Ausstellung zu den naturwissenschaftlichen Berufen «tunOstschweiz» liegt Paganini am Herzen: «Hier können die Besucher in eine spannende Welt eintauchen.»

Leute dazu bringen, alles zu essen

Ein Teil der Ausstellung an der 42. OFFA zeigt, dass man alles essen kann. Es geht um die Trends «nose to tail» und «leaf to root», was in etwa heisst, dass man wieder lernen soll, vom Tier und den Pflanzen alles zu essen. Es sei enorm wichtig, dass die Bevölkerung wieder eine Ahnung davon hat, welche Pflanzen man essen könne, ist der Essensforscher Dominik Flammer überzeugt: «Wenn wir unseren Kindern wieder beibringen, was sie essen können und was nicht, haben wir schon viel gewonnen.» Noch in seiner Kindheit hat Flammer einige Kräuter und Sträucher direkt ab der Wiese gegessen. Er sagt dazu: «Das gibt kein Durchfall, ausser man isst Sauerampfer von einer Wiese, über die frische Gülle verteilt wurde.» In der Ausstellung wird gezeigt, was man alles essen könnte, satt es wegzuschmeissen. «Es soll ein Anreiz gegen die Wegwerfgesellschaft sein», sagt Flammer.

Bier und flotte Sprüche in den Hallen 4 und 5

«Endlich ist die Winterpause nach der Olma vorbei und wir können wieder festen», sagt ein Besucher am Bierstand eines lokalen Brauunternehmens. Auch seine weibliche Begleitung nippt genüsslich an ihrem Bier und wirkt glücklich: «Hier trifft man sich und hat einfach Spass.» Diese Meinung teilen sich die beiden mit unzähligen anderen Besuchern der Offa. Hier wird gefeiert und getrunken, bis um 21 Uhr die Hallen dicht machen. «Es ist wie die Olma, nur haben die Mädchen hier süssere Kleidchen an und die Hallen haben länger offen», sagt ein Lokalpolitiker. Bei den Gästen ist der Fall klar: «Es ist so schön, nach der Winterpause der Olma wieder hier in diesen Hallen zu sein. Es ist wie ein Zuhaue und alle Freunde sind schon da», erklären zwei Bierfreunde.

Die Ostschweizer Frühling- und Trendmesse OFFA öffnete am Dienstagabend und bleibt noch bis Sonntag 15. April geöffnet.
Raphael Rohner
Quelle: rar
veröffentlicht: 11. April 2018 05:52
aktualisiert: 11. April 2018 06:05