14-köpfige Familie

Dieser Toggenburger Familie wird es nie langweilig

Celia Rogg, 12. November 2019, 09:47 Uhr
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Quelle: TVO

Zwölf Kinder hat das Ehepaar Markus und Dorothea Kiener. Wir haben sie in ihrem Zuhause in Ebnat-Kappel besucht und über das turbulente Leben einer aussergewöhnlichen Familie gesprochen.

«Stop!», ruft Mutter Dorothea. Daraufhin beginnen die Älteren von zehn bis null herunterzuzählen. «Damit auch die Jüngsten eine Chance haben, kriegen sie zehn Sekunden extra», erklärt die Mutter. Die ganze Familie sitzt im Esszimmer und spielt «Stadt, Land, Fluss».

«Wollten immer eine grosse Familie»

Alle Stühle und Bänke um den grossen Tisch sind besetzt. Kein Wunder, denn die Familie besteht aus 14 Personen. «Dass wir viele Kinder wollen, war schon immer klar. Jetzt sind es zwölf geworden», sagen die Eltern und lachen. Tochter Debora spielt noch nicht alleine mit. Sie ist erst 6 Jahre alt und damit das Küken in der Grossfamilie. Ihre älteste Schwester Johanna ist rund 20 Jahre älter und wohnt nicht mehr Zuhause.

Etwas Chaos gehört dazu

«...zwei, eins, null»: Dann beginnen alle gleichzeitig zu rufen. «Wer hat Kurt? Oder Koch?», «Känguru?» Die korrekte Punktevergabe scheint bei dieser Anzahl Mitspielern etwas chaotisch. Und vor allem: laut. «Wenn jemand dasselbe notiert hat, kriegt er nur fünf anstatt zehn Punkte», erläutert Elisabeth, die Zweitälteste. Hier den Überblick zu behalten ist nicht einfach. 

Kinder müssen eigene Wäsche machen

Regeln gibt's bei den Kieners nicht nur bei Gemeinschaftsspielen, sondern auch im Alltag. «Alle müssen selbstständig sein und anpacken, sonst würde das nicht funktionieren», sagt Vater Markus. Dass alle in den Haushalt involviert sind, dafür sorgt ein Ämtliplan.

Auch die Wäsche muss von jedem Kind selbst gemacht werden. Heute muss Sulaminth ihre Wäsche abnehmen. Sie erhält Unterstützung von der kleinen Debora. «Das Zusammenleben klappt gut. Ich habe schon chaotischere Familien mit deutlich weniger Kindern erlebt», betont Markus Kiener.

Immer jemanden zum Spielen

Nach «Stadt, Land, Fluss» muss eine neue Beschäftigung her. Man entscheidet sich für Tischtennis - Rundlauf. Bei der Grösse der Familie ist das kein Problem. «Es ist immer jemand da», sagt die 11-jährige Sulaminth. «Es wird dir nie langweilig.»

Auch die 24-jährige Elisabeth schätzt das sehr: «Man hat ständig wen um sich herum.» Trotzdem würde sie selbst keine zwölf Kinder wollen: «Das wären mir zu viele, ich will maximal fünf bis sieben Kinder.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. November 2019 06:39
aktualisiert: 12. November 2019 09:47