St.Gallen

Doppelt so viele Fälle möglicher Pilzvergiftungen

7. September 2019, 19:22 Uhr
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Quelle: TVO

Ideale Temperaturen und genügend Regen – dieses Jahr spriessen besonders viele Pilze aus dem Boden. Das bedeutet viel Arbeit für die Pilzkontrolleure. In St.Gallen gab es schon doppelt so viele Fälle möglicher Vergiftungen im Vergleich zum Vorjahr.

Im Risotto, in der Suppe oder in der Sauce – Pilze sind etwas Feines. Besonders dann, wenn man sie selbst gesammelt hat. Wegen der idealen Wetterbedingungen stehen die Chancen dieses Jahr gut, das Körbli ordentlich zu füllen. Doch genau das kann zum Verhängnis werden.

Pilze trocknen statt alle auf einmal essen

In St.Gallen gab es in der laufenden Saison bereits 22 Fälle möglicher Pilzvergiftungen, das sind doppelt so viele wie letztes Jahr. «Es ist trügerisch, irgendwelche Kollegen zu fragen, ob man einen Pilz essen kann», sagt Hanspeter Schumacher, Leiter der Pilzkontrolle im Botanischen Garten in St.Gallen, gegenüber TVO. Denn es könne auch sein, dass man von essbaren Pilzen krank wird, etwa wenn sie zu alt oder verschimmelt seien. «Man sollte auch nicht gleich alle auf einmal essen», rät der Experte. Einfrieren oder trocknen seien geeignete Alternativen. 

Mehr Pilze, mehr Sammler

Die Kontrollstelle im Botanischen Garten wird dieser Tage regelrecht überrannt. Schumacher erklärt sich diesen Ansturm damit, dass durch das gute Pilzjahr auch mehr teils unerfahrene Sammler unterwegs sind. «Ich finde es gut, die Pilze kontrollieren zu lassen, auch wenn man die meisten Sorten schon kennt», sagt ein Sammler aus Wil.

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(lag)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. September 2019 19:15
aktualisiert: 7. September 2019 19:22