St.Gallen

Drei Personen in Gewahrsam – ein Mann wegen Vorwurf der sexuellen Belästigung

3. September 2022, 11:59 Uhr
Die St.Galler Stadtpolizei hat am Freitag und Samstag gleich drei Personen in polizeilichen Gewahrsam genommen – eine Betrunkene, eine Hundehalterin und einen Mann, dem sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde.
Die Personen verhielten sich unkooperativ. (Symbolbild)
© iStock
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Der erste Fall ereignete sich am Freitagmittag beim Lämmlerbrunnen, wie die St.Galler Stadtpolizei mitteilt. Eine 27-Jährige liess ihre zwei Hunde dort frei laufen – was nicht verboten ist. «Dabei soll jedoch der eine Hund die andere Hündin, welche lediglich drei Monate alt ist, angegangen haben», heisst es. Die Halterin wurde daraufhin von Polizisten angesprochen und verhielt sich «sehr unkooperativ» und wollte sich nicht ausweisen. Die Frau habe die Patrouille gar beschimpft, bedroht und tätlich angegriffen. Sie wollte auch ihren Atemalkoholwert nicht messen lassen und wurde daraufhin in Gewahrsam genommen.

Nicht zu Gespräch bereit

Erst gegen 20 Uhr sei ein normales Gespräch mit der Frau möglich gewesen, heisst es weiter. Um 21.45 Uhr wurde sie schliesslich entlassen. Die 27-jährige Schweizerin, die nicht in St.Gallen lebt, wird wegen Gewalt und Drohung angezeigt und für 30 Tage weggewiesen. Die Hunde wurden während der Zeit auf dem Polizeiposten verpflegt.

Weiter wurde eine 45-jährige Betrunkene am Freitagabend wegen «Eigengefährdung» in Gewahrsam genommen. Auch sie verhielt sich unkooperativ, eine Atemalkoholmessung war laut Polizei nicht möglich. Erst am Morgen durfte sie gehen.

Stark betrunken Frauen belästigt

Zum dritten Fall kam es schliesslich kurz nach Mitternacht in einem Gastrolokal. Ein 25-jähriger stark betrunkener Schweizer soll dort mehrere Frauen sexuell belästigt haben. Er wurde in Handfesseln gelegt und auf den Polizeiposten gebracht – wo ein Atemalkoholwert von 1,26 mg/l (entspricht rund 2,52 Promille) gemessen wurde. Der Mann, ebenfalls nicht aus der Stadt, wurde für 30 Tage aus St.Gallen weggewiesen. Den betroffenen Frauen seien ihre rechtlichen Möglichkeiten aufgezeigt worden.

(red.)

Quelle: Stapo SG
veröffentlicht: 3. September 2022 11:43
aktualisiert: 3. September 2022 11:59