Rapperswil-Jona

Drei Verletzte nach Schussabgabe bei Film-Dreh

20. Januar 2020, 09:51 Uhr
Der Unfall passierte in der Boomerang Bar in Rapperswil-Jona.
© facebook.com/BoomerangJona
Am Samstagmorgen wurde während Filmaufnahmen in der Boomerang Bar in Rapperswil-Jona geschossen. Dabei wurden drei Personen verletzt und mussten ins Spital gebracht werden. Der Geschäftsführer wusste nicht, dass beim Dreh Waffen zum Einsatz kommen würden.

25 Personen waren am Samstagmorgen in Rapperswil-Jona bei einem Filmdreh in einer Bar. Dabei wurden für eine Szene auch mehrere Waffen eingesetzt. Die ersten Sequenzen konnten ohne Zwischenfälle gedreht werden, bei einem weiteren Durchgang kam es zu einer Schussabgabe. Drei Personen wurden verletzt.

Eine 24-jährige Frau und ein 54-jähriger Mann wurden mittelschwer verletzt. Eine 34-jährige Frau wurde eher leicht verletzt. Die 24-Jährige musste mit der Rega, die beiden anderen mit der Rettung, ins Spital gebracht werden.

«Ob bei der Schussabgabe Teile der Knallpatrone oder andere Gegenstände, welche sich im Lauf befanden, zu den Verletzungen führten, wird abgeklärt», sagt Markus Rutz, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Schock beim Bar-Inhaber

Laut der Boomerang Bar, wo der Zwischenfall geschah, handelt es sich beim Film um eine Hollywood-Produktion eines Mafia-Streifens:

Das Statement der Boomerang Bar in Jona

© Boomerang Jona/Facebook

Manuel Rigamonti, Inhaber und Geschäftsführer der Boomerang Bar, war beim Vorfall selbst nicht dabei. Gemäss Auskunft gegenüber FM1Today habe er von seiner Mitarbeiterin davon erfahren, die dem Filmteam das Geschäft geöffnet hatte. «Ich war völlig schockiert, als ich davon gehört habe», sagt Rigamonti. «Man rechnet ja nicht damit, dass bei einem Film so etwas passiert.»

Er habe nicht gewusst, um was es in der Szene, die in seiner Bar gedreht wurde, gehen würde und dass Waffen zum Einsatz kommen würden. Er habe einfach gewusst, dass eine Filmszene gedreht werde. Die Anfrage habe er von einem Produzenten des Filmteams bekommen, der offenbar in der Region wohnt und Rigamontis Bar kennt.

Den beiden Verletzten gehe es gemäss seinen Informationen wieder besser. Mit der Produktionsfirma habe er seit dem Vorfall keinen Kontakt gehabt. Seit Samstagabend ist seine Bar wieder geöffnet und läuft im normalen Betrieb.

Kantonspolizei St.Gallen ermittelt

Gemäss Kantonspolizei St.Gallen ist der genaue Ablauf Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Diese werden von Spezialisten der Kantonspolizei St.Gallen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen getätigt.

(red.)

Quelle: Kapo SG
veröffentlicht: 19. Januar 2020 10:38
aktualisiert: 20. Januar 2020 09:51