Drei Wanderer tödlich verunglückt

Lara Abderhalden, 28. Mai 2017, 15:40 Uhr
(Symbolbild) der Verunglückte wurde von der Rega geborgen.
© HANDOUT REGA
Gleich drei Todesfälle gab es in der Region übers Wochenende. Am Samstagmittag ist ein Wanderer in Wildhaus von einem Steinschlag getroffen worden und abgestürzt. Der Mannstarb noch an der Unfallstelle. In Kaltbrunn starb ein 54-Jähriger, der mit seinem Hund unterwegs war. Und ein im Rheintal wohnhafter Österreicher ist im Vorarlberg tödlich verunglückt.

Der 29-Jährige war mit einem Kollegen unterwegs von Wildhaus über den Schafbergsattel, Jöchli und anschliessend über den Nädliger. Wie sein Begleiter der Kantonspolizei St.Gallen schilderte, sahen die beiden Steinböcke oder Gämse an einer Wand. Danach dürften sich Steine gelöst haben, diese trafen den Wanderer. Der Deutsche, der im Kanton Zürich wohnte, stürzte rund 300 Meter ab und wurde dabei tödlich verletzt.

Der Mann wurde von der Rega geborgen, die Unfallstelle ist steil und schneefrei. Der Begleiter des Verunglückten wurde psychologisch betreut.

Toter Wanderer in Kaltbrunn

Einen zweiten tödlichen Unfall gab es in Kaltbrunn. Ein 54-jähriger Mann war mit seinem Hund auf einem Spaziergang in Richtung Rieden unterwegs. Als der Hund nach rund vier Stunden alleine nach Hause kam, begannen die Angehörigen mit der Suche. Vorerst ohne Erfolg. Die Kantonspolizei St.Gallen fand den Mann schliesslich um ca. 20.20 Uhr tot in einem Bachbett, rund 40 Meter unterhalb des Wegs.

Aufgrund der Spuren ist davon auszugehen, dass der Mann steiles Gelände querte und dabei abstürzte. Die Feuerwehr half bei der Bergung des verunfallten Schweizers. Der Mann dürfte ausserhalb des Wanderweges abgestürzte sein.

Auch im Vorarlberg tödlicher Unfall

Am Samstagnachmittag wanderte ein 70-jähriger Österreicher, der im Rheintal lebt, allein auf dem südlichen Ausläufer der Staufenspitze (Erdbeergrat, Gebiet Schuttannen) in Hohenems. Dabei dürfte er aus noch unbekannter Ursache vom nichtmarkierten Gratweg abgekommen und in steiles, felsdurchsetztes Waldgelände abgestürzt sein. Nach einer Vermisstenanzeige seiner Frau startete die Bergrettung Hohenems gemeinsam mit der Alpinpolizei noch am Abend eine große Suchaktion im Gebiet Staufenspitze, die von einem Polizeihubschrauber mit Infrarotkamera unterstützt wurde - vorerst erfolglos.

Am Sonntag gegen 09:00 Uhr wurden auf dem Gratweg Gegenstände des abgestürzten Mannes gefunden und im Anschluss daran die Person ca. 70 Meter unterhalb des Weges. Zur Klärung der Unfallursache wurde eine sanitätspolizeiliche Untersuchung angeordnet.

Lara Abderhalden
Quelle: red.
veröffentlicht: 28. Mai 2017 09:09
aktualisiert: 28. Mai 2017 15:40