Walensee

«Dumme Geschichte» – Polizei bietet Super Puma wegen vermisster Frau auf

14. August 2022, 19:52 Uhr
Eine 29-jährige Touristin aus Belgien begab sich am Samstagmittag mit ihrem Stand-up-Paddle auf den Walensee. Bis am späten Abend reagierte die Frau nicht auf Anrufe eines Freundes, welcher daraufhin die Kantonspolizei St.Gallen alarmierte. Diese löste eine grosse Suchaktion aus – sogar der Super Puma der Schweizer Armee war bereits startklar.
Die 29-jährige Touristin aus Belgien war ohne Schwimmweste mit dem Stand-up-Paddle unterwegs. (Symbolbild)
© Getty Images

Ein Mann aus Glarus setzte am Samstagmittag in Weesen am Walensee eine Freundin ab, welche mit dem Stand-up-Paddle über den See bis nach Walenstadt rudern wollte. Die Frau, eine 29-jährige Touristin aus Belgien, war alleine auf dem See und trug keine Schwimmweste. Im Laufe des Tages versuchte der Mann mehrmals seine Kollegin zu kontaktieren, was ihm aber nicht gelang. Als er bis 22 Uhr noch nichts von ihr gehört hatte, alarmierte er die Polizei.

Super Puma bereits in den Startlöchern

«Die Polizei löste eine sehr grosse Suchaktion aus. Die Seerettung wurde aufgeboten und die Kantonspolizei war involviert. Wir haben versucht, die Frau per Handy zu orten und anzurufen, was nicht gelang. Nach Mitternacht haben wir uns dazu entschieden, die Schweizer Armee mit einem Super Puma aufzubieten», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, gegenüber FM1Today.

Um 4 Uhr war alles aufgegleist und der Helikopter in Payerne (VD) startklar. «Dann meldete sich der Mann wieder bei uns und berichtete, dass seine Freundin sich bei ihm gemeldet habe», sagt Krüsi. Die Frau habe ihr Handy nicht eingeschaltet gehabt. «Es ist eine dumme Geschichte. Wenn man ein Handy hat, sollte man dieses auch einschalten. Auch ist es ziemlich fahrlässig, ohne Schwimmweste auf dem Walensee mit dem Stand-up-Paddle zu fahren», sagt Krüsi.

«Wir hoffen, dass sie etwas gelernt hat»

Der Super Puma der Armee konnte also in Payerne bleiben. Mit einer Busse muss die 29-jährige Touristin nun nicht rechnen. «Wir hoffen aber, dass sie etwas gelernt hat. Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen», sagt Krüsi.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 14. August 2022 15:03
aktualisiert: 14. August 2022 19:52
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