«Ein sehr untypischer Sturm»

Sarah Lippuner, 13. Juli 2019, 20:00 Uhr
Entwurzelte Bäume und abgedeckte Dächer - in Wil wütete der Sturm vom Freitagabend besonders stark. Am härtesten traf es das Gelände um die Psychiatrie.

«Es ist kein schönes Bild, die ganze Reihe Bäume ist einfach umgeknickt, da macht man sich schon Gedanken», sagt Alfons Hungerbühler, ehemaliger Mitarbeiter in der Psychiatrie St.Gallen Nord im Interview mit TVO. Er war es, der vor über 20 Jahren die Bäume auf dem Gelände gepflanz hat - jetzt sind sie tot, umgeblasen vom Sturm.

Die entwurzelten Bäume sind aber nicht die einzigen Schäden auf dem Gelände der Psychiatrie. Auch Bänke hat es zerstört, Gewächshäuser wurden beschädigt und das Glasdach der Gärtnerei wurde in tausend Stücke zerschmettert. Die Bilder der Zerstörung zeigen die Aufnahmen von TVO.

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Quelle: TVO

Für Tom Widmer, Kommandant Feuer- und Zivilschutz Region Wil, war der Sturm sehr aussergewöhnlich. «Der Sturm war sehr untypisch, da er sehr punktuell wütete. Normalerweise decken Stürme ganze Dächer ab oder zerstören grosse Flächen, wie dies beispielsweise bei Orkan «Lothar» so war. Hier aber wütete der Sturm wie eine Schneise, ein paar Meter links und rechts wurde alles verschont.»

Die Feuerwehr und Dachdecker hatte gestern alle Hände voll zu tun. Verletzte gab es glücklicherweise keine, die Höhe der Sachschäden ist noch unklar.

Hagelkörner in der Grösse von Murmeln prallten gestern auf Wiler Dächer und Autoscheiben. (Bild: Leserreporter)
Hagelkörner in der Grösse von Murmeln prallten gestern auf Wiler Dächer und Autoscheiben. (Bild: Leserreporter)

Sarah Lippuner
Quelle: TVO/red.
veröffentlicht: 13. Juli 2019 20:00
aktualisiert: 13. Juli 2019 20:00