Riethüsli

«Eltern sind verunsichert» – Drei St.Galler Schulklassen in Quarantäne

Géraldine Bohne, 29. Juni 2020, 13:15 Uhr
Zwei Primarschul- und eine Kindergartenklasse des Riethüslis wurden unter Quarantäne gestellt.
© Tagblatt/Ralph Ribi
Ein Zivildienstleistender am Schulhaus Riethüsli in St.Gallen wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Drei Schulklassen wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt. Etwa 60 Personen sind betroffen.

Das St.Galler Schulhaus Riethüsli hat einen Coronafall. Der Zivildienstleistende (Zivi) hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Weil er mit mehreren Klassen Kontakt hatte, wurden gleich drei Klassen und deren Lehrpersonen unter Quarantäne gestellt.

Vorgehen wurde über das Wochenende abgeklärt

«Ich habe am Freitagabend von der Person erfahren, dass sie positiv getestet wurde», sagt Schulleiter Oskar Sturzenegger zu FM1Today. Das ganze Wochenende hat die Schulleitung via Kanton das weitere Vorgehen abgeklärt. «Da der Zivi nicht mehr genau wusste, mit welchen Kindern er näheren Kontakt hatte, mussten wir den schweren Entscheid treffen, die Klassen in Quarantäne zu schicken.»

Etwa 60 Personen sind von Quarantäne betroffen

So wurde am Sonntagnachmittag für etwa 60 Personen Quarantäne verordnet. Die Eltern der betroffenen Schulkinder wurden via Mail informiert. «Die Kinder müssen ab Tag des Kontaktes zehn Tage in Quarantäne», so Sturzenegger. Sprich: Kinder, die vergangenen Montag Kontakt mit dem Zivi hatten, dürfen bereits am Donnerstag wieder zur Schule – sofern sie keine Symptome zeigen.

Einige Kinder mussten mit Masken nach Hause geschickt werden

«Die meisten Eltern waren sehr verständnisvoll», sagt Oskar Sturzenegger. Einige Kinder seien auch heute noch mit Atemschutzmasken nach Hause geschickt worden. Sturzenegger ist froh, dass bald Sommerferien sind. «Ich hoffe, dass sich bis dann alles ein wenig beruhigt.» Man werde von nun an wieder vermehrt auf die Hygienemassnahmen aufmerksam machen.

«Die Eltern sind verunsichert»

«Ich habe gestern über Dritte erfahren, was los ist. Heute habe ich dann ganz viele Whatsapp-Nachrichten von anderen Eltern erhalten», sagt Stephanie Dudli, Präsidentin des Elternforums Riethüsli. «Die Eltern sind verunsichert.» Es sei vielen unklar, wie sie reagieren sollen. «Wie sieht es aus mit den Geschwistern der Kinder, welche unter Quarantäne stehen?» Es ständen viele Fragen noch offen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. Juni 2020 11:26
aktualisiert: 29. Juni 2020 13:15