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Kindergarten Romanshorn

Entsetzte Eltern: Körperliche Übergriffe über Doktorspielchen hinaus

26. Juni 2021, 08:16 Uhr
Im Romanshorner Chinsgi Zelgi ist es zu einem bedenklichen Zwischenfall unter Kindern gekommen. Die Schulleitung informierte die Eltern, doch die Verunsicherung ist gross.
Im Romanhorner Kindergarten Zelgli kam es zu einem unschönen Zwischenfall. (Symbolbild)
© Keystone (Archiv)

Die Schulleitung hat am Donnerstagabend mit einem Schreiben per Mail die Eltern der Kindergartenklasse informiert, nachdem der Vorfall am Dienstag geschehen war, wie tagblatt.ch schreibt. Im Kindergarten sei es zwischen einzelnen Kindern zu körperlichen Grenzüberschreitungen und teils auch sexualisiertem Verhalten gekommen.

Weil aus dem Schreiben nicht klar wird, was genau passiert ist, sind die Eltern verunsichert. «Wir Eltern haben Angst», sagt eine Mutter gegenüber tagblatt.ch. Es sei nicht mehr um Doktorspielchen gegangen. Offenbar hatte die Mutter Kontakt mit einem Elternteil eines betroffenen Kindes. «Aber sie will nichts sagen. Es sei so schlimm gewesen, dass sie die ganze Nacht nicht schlafen konnte.»

Betroffen Kinder aus der Gruppe genommen

Der bedenkliche Zwischenfall ereigneten sich zwischen zwei Kindern. Sowohl das übergriffige als auch das betroffene Kind wurden mittlerweile aus der Gruppe genommen, ersteres durch die Schule und zweiteres durch die Eltern.

Einige Eltern kritisieren die Kommunikation vonseiten der Schule. Die Schulleitung teilt auf Anfrage mit: «Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes konnten wir weder detaillierte Angaben zu den Vorfällen noch zu den involvierten Personen machen.»

Opferhilfe wurde beigezogen

Man habe sich an die vom Kanton vorgegebene Schulkrisenintervention gehalten, kurz Skit, auch bei den Formulierungen im Schreiben. Der Schulleiter betont, er habe während der letzten Tage umfassende Abklärungen getroffen und die notwendigen Hebel in Bewegung gesetzt: Neben der Umsetzung der Skit-Richtlinien wurde die Opferhilfe beigezogen, das Gespräch mit den betroffenen Eltern gesucht und die Schulsozialarbeiterin instruiert.

Auch der Primarschulpräsident Hanspeter Heeb nimmt Stellung: Der Vorfall tut allen sehr leid.» Der Schule, der Kindergarten-Lehrperson, den Eltern und den Kindern auch.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 26. Juni 2021 08:16
aktualisiert: 26. Juni 2021 08:16