Opfer auf Intensivstation

Erste Hinweise zu St.Galler Prügelattacken eingegangen

22. Juni 2020, 13:24 Uhr
Nach den Schlägereien in der Stadt St.Gallen von Samstagnacht gingen mehrere Zeugenaussagen zu den Tätern ein. Eines der Opfer liegt auf der Intensivstation und konnte noch nicht befragt werden.
Die Kantonspolizei St.Gallen hat mehrere Hinweise erhalten.
© Tagblatt/Reto Martin
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Gleich zwei brutale Überfälle ereigneten sich in der Nacht auf Sonntag in der St.Galler Innenstadt. Dabei wurde ein 18-jähriger Mann an Hals und Auge verletzt, ein 26-Jähriger wurde so fest zusammengeschlagen, dass er auf die Intensivstation gebracht werden musste.

In beiden Fällen steht eine Gruppe von dunkelhäutigen Personen im Fokus der Ermittlungen, dies bestätigt die Kantonspolizei St.Gallen (FM1Today bereichtete).

Mehrere Zeugenaussagen erhalten

Die beiden Fälle wurden, vor allem auf Facebook, mit über 500 Kommentaren extrem rege diskutiert. Bei weitem nicht alle Auswüchse der Diskussion waren konstruktiv und stellten die mutmassliche Herkunft der Täter ins Zentrum.

Die Ermittlungen der Kantonspolizei gehen allerdings auch in diese Richtung. «Gestützt auf die eingegangenen Zeugenaussagen, müssen wir derzeit von einer dunkelhäutigen Täterschaft ausgehen», sagt Mediensprecher Florian Schneider. Darüber hinaus sei es gut möglich, dass es sich bei beiden Fällen um die gleichen Täter handle.

Zum Fall an der Davidstrasse seien mittlerweile vier Zeugenaussagen eingegangen, zu jenem an der Oberstrasse zwei. «Die Zeugenaussagen bringen weniger Erkenntnisse zum Hergang, eher zu der Tätergruppe», sagt Florian Schneider. Die Kantonspolizei erhofft sich jedoch noch weitere Hinweise – unter anderem von einem der Opfer.

Schwer verletzt auf der Intensivstation

Vor allem dem 26-jährigen Mann an der Oberstrasse wurde übel mitgespielt. Dieser wurde von der Gruppe zusammengeschlagen und liegen gelassen. Der Mann musste danach schwer verletzt auf die Intensivstation gebracht werden. Dort ist er laut letzten Informationen der Kantonspolizei noch immer.

«Wir konnten ihn noch nicht befragen», sagt Florian Schneider. Über seinen genauen Gesundheitszustand kann die Polizei keine Auskunft geben.

(thc)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Juni 2020 13:24
aktualisiert: 22. Juni 2020 13:24