Coronavirus

Es geht um die Existenz – Laura Bucher im Dialog mit Kulturbranche

15. Dezember 2020, 16:00 Uhr
St. Galler Kulturbetriebe - wie das KinoK in der Lokremise St. Gallen - sind durch die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht (Archivbild).
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Regierungsrätin Laura Bucher (SP) hat rund 60 Vertreterinnen und Vertreter der Kulturbranche zum «Covid-19-Kulturdialog» geladen. Per Videokonferenz wurde über Existenzprobleme und mögliche Lösungen diskutiert.

Dabei habe sich grosser Bedarf nach Austausch und Koordination gezeigt, teilte des Departement für Inneres am Dienstag mit. Die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bedrohten die Kulturschaffenden und Kulturorganisationen in ihrer wirtschaftlichen Existenz, das hätten die geschilderte Beispiele gezeigt.

Im Unterschied zu anderen Branchen benötigten Kulturbetriebe eine lange zeitliche Planung und daher auch Planungssicherheit. Deshalb sei jetzt strategisches Denken wichtig, schreibt der Kanton. Dabei müssten die Betroffenen einbezogen werden, forderten die Kulturschaffenden im Dialog mit Laura Bucher.

Dem kantonalen Amt für Kultur stehen 22,8 Millionen Franken zur Verfügung, um Kulturunternehmen bis Ende 2021 Ausfallentschädigungen und Beiträge an Transformationsprojekte zu zahlen. Die Unterstützung wird vom Bund und dem Kanton je zur Hälfte finanziert.

Auf Bundesebene werde auch diskutiert, wieder Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende einzuführen, wie dies zwischen Frühling und Herbst bereits der Fall war, schreibt der Kanton. Solche Entschädigungen könnten neu auf der Basis von Vorjahreswerten statt gebuchten Auftritten berechnet werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Dezember 2020 15:59
aktualisiert: 15. Dezember 2020 16:00