Olma-Jahrmarkt-light

«Es werden nicht mehr alle Schausteller berücksichtigt»

8. Juli 2020, 18:19 Uhr
Der Jahrmarkt findet dieses Jahr im kleineren Rahmen statt. (Archivbild)
© Tagblatt/Ralph Ribi
Die Olma im grossen Rahmen findet diesen Herbst nicht statt und mit ihr auch nicht der traditionelle Jahrmarkt. Dennoch planen die Markt- und Schaustellerverbände einen «Jahrmarkt light» mit stark eingeschränktem Angebot. Für Hiltrud Frei, Vorstandsmitglied des Schweizer Marktverbands, eine frohe Botschaft.

Der Olma-Jahrmarkt findet diesen Herbst nur in stark reduzierter Form statt. Hiltrud Frei, Präsidentin der Sektion Ostschweiz des Schweizer Marktverbands, sind Sie traurig über die Absage des Herbstmarkts? 

Es war irgendwie klar, dass sich das Leben nach Covid-19 ändert und das alles anders ist als vorher. Wir sind mit der Lösung einverstanden. Natürlich sind wir enttäuscht darüber, dass eine lange Zeit nichts stattfinden kann. Das aber generell und nicht speziell wegen des Jahrmarktes. Wir sind froh, haben wir einen gangbaren Weg gefunden und können doch noch ein bisschen Freude im Leben zeigen.

Mit dem gangbaren Weg meinen Sie vermutlich den «Jahrmarkt light», eine abgespeckte Form des Jahrmarktes. Wie konkret ist diese Idee? 

Die ist sehr konkret. Die Schausteller- und Markverbände erarbeiten derzeit ein Konzept, damit etwas «Gfreutes» stattfinden kann.

Wie glücklich sind Sie darüber, dass es wenigstens einen kleinen Jahrmarkt gibt?

Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie froh wir von den Verbänden sind, dass etwas stattfindet. Es ist ein Zeichen an die Gemeinden, dass es möglich ist, Jahrmärkte durchzuführen. Wir haben die Möglichkeit, der Bevölkerung zu zeigen: «Wir sind noch hier für euch.»

Es soll also eine Kettenreaktion auslösen, dass mehrere Gemeinden wieder Jahrmärkte veranstalten?

Wir hoffen, dass die Gemeinden sehen, dass es möglich ist. Viele Gemeinden haben grosse Angst, dass Schutzkonzepte nicht eingehalten werden oder nicht umsetzbar sind, aber es ist möglich.

Wer darf bei diesem «Jahrmarkt light» dabei sein?

Das Angebot ist eingeschränkt. Die Verbände müssen diese Nachricht den Markhändlern und Schaustellern so vermitteln, dass sie die Wichtigkeit der Durchführung eines Jahrmarktes betonen. Dadurch können weitere Märkte folgen. Natürlich werden diejenigen enttäuscht sein, die nicht mitmachen können.

Werden die Schausteller berücksichtigt, die wenig Leute anziehen oder wie wird diese Auswahl getroffen?

Es wird versucht, einen gesunden Mix zwischen Kilbi und Warenmarkt hinzubekommen. Es wird dasselbe Angebot geben wie immer, einfach nicht mehr in grossen Mengen. Für uns ist das Kriterium, dass es interessant sein muss. Vorher hatten wir ein Angebot mehrere Male am Markt und dieses Jahr gibt es das Angebot nur einmal.

Wer entscheidet darüber, wer dabei sein darf?

Das sind die Verbände. Diese sind nun gefordert, eine Auswahl zu treffen. Wann das sein wird, ist aktuell noch nicht klar.

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Quelle: tvo

(abl)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Juli 2020 12:25
aktualisiert: 8. Juli 2020 18:19