Fälle von Mumps an der HSG

Stefanie Rohner, 14. Dezember 2017, 16:18 Uhr
Dass es in Vorlesungen an der HSG eng ist, ist schon lange der Fall. Übervoll sind die Räume jedoch selten. (Archiv)
Dass es in Vorlesungen an der HSG eng ist, ist schon lange der Fall. Übervoll sind die Räume jedoch selten. (Archiv)
© KEYSTONE/Gaetan Bally
Drei Studierende hat es schon erwischt: An der HSG geht eine Mumpserkrankung um. Um die Studierenden darauf aufmerksam zu machen, wurde eine Infomail verschickt.

«Im Rahmen unserer universitären Fürsorgepflicht machen wir Sie darauf aufmerksam, dass seit Mitte November bei drei Studierenden der HSG eine Mumpserkrankung festgestellt worden ist», schreibt die Uni St.Gallen in einer E-Mail an die Studierenden, berichtet 20 Minuten. Die E-Mail liegt auch FM1Today vor. Informiert wurde die Universität St.Gallen durch den ärztlichen Dienst des Kantons.

Erkrankte sind nicht geimpft

Mumps ist eine Kinderkrankheit. Wer sie einmal hatte, ist danach normalerweise immun gegen die Erreger. «Der zeitliche Ablauf und örtliche Begebenheiten lassen eine Ansteckungskette der drei Fälle vermuten. Alle drei erkrankten Studierenden sind nicht oder unvollständig geimpft. Sie haben sich an die empfohlenen Isolationsmassnahmen gehalten. Es kam zu keinen Komplikationen», heisst es in der Mail weiter.

Impfstatus abklären

Dennoch sei es möglich, dass weitere Personen an der Universität erkranken könnten. Denn: Schon zwei Tage, bevor Mumps ausbricht, kann eine erkrankte Person ansteckend sein. Den Studierenden wird deshalb geraten, abzuklären, ob sie gegen Masern-Mumps-Röteln geimpft sind. Sollte dies nicht der Fall sein, wird zu einer Impfung geraten. Bei grippeähnlichen Beschwerden mit Schmerzen im Wangen- und Unterkieferbereich solle man sich in ärztliche Abklärung begeben.

«Weitere Fälle sind bislang nicht bekannt», sagt Jürg Roggenbauch, Mediensprecher der HSG, gegenüber FM1Today. Nebst der Information, die an die Studierenden verschickt wurden, sind keine weiteren Massnahmen geplant. Die Uni hat sich an die Empfehlungen des Kantonsärztlichen Dienstes gehalten.

«Nichts Vergleichbares seit acht Jahren»

Ähnliche Fälle an der Universität St.Gallen sind Jürg Roggenbauch nicht bekannt. «In meinen acht Jahren hier gab es nichts Vergleichbares. Ob es zuvor ähnliche Fälle gab, ist mir nicht bekannt.»

Bei Mumps handelt es sich um eine ansteckende Virusinfektion. Speicheldrüsen und andere Organe werden befallen. Mumps ist zwar als Kinderkrankheit bekannt, aber auch Erwachsene können sich mit dem Virus anstecken. Komplikationen, die auftreten können, sind Hirnhautentzündung und bei Buben und Männern die Hodenentzündung. Der Erkrankung kann mit einer Impfung vorgebeugt werden.

Stefanie Rohner
Quelle: red.
veröffentlicht: 14. Dezember 2017 16:05
aktualisiert: 14. Dezember 2017 16:18