Fahrende hinterlassen Riesensauerei

Leila Akbarzada, 23. Juli 2018, 19:30 Uhr
Nichts als Abfall hinterliessen die Fahrenden in Wagen.
Nichts als Abfall hinterliessen die Fahrenden in Wagen.
© Screenshot TVO
Die Fahrenden, die sich seit Mai in Wagen aufhielten, haben eine grosse Sauerei auf dem Platz hinterlassen. Auch Rechnungen sind noch offen.

Es ist ein richtiges Trümmerfeld, das in Wagen bei Rapperswil-Jona zurückbleibt. Überall liegt Abfall verstreut, und sogar zwei Autos mitsamt Anhänger haben die Fahrenden stehen gelassen. Vom Chef der Gruppe, der den Platz am Montag hätte abgeben müssen, fehlt jede Spur. Und er hinterlässt Schulden. Für eine luxuriöse Hochzeit am vergangenen Samstag brauchten die Fahrenden Zelte. Diese wurden jedoch nicht bezahlt. Beim Festzeltvermieter Reto Kunz sind noch 2000 Franken offen.

WCs nicht benutzt

Den Dreck, den die Fahrenden hinterlassen haben, muss Reto Kunz jetzt aufräumen. Nicht nur waren viele seiner Festtische völlig verdreckt und mit Ketchup verschmiert. Auch wurden die sanitären Anlagen nicht benutzt. «Wir haben Toitoi-WCs zur Verfügung gestellt, doch die WC-Rollen haben wir in der Scheune gefunden. Sie haben ihr Geschäft anstatt auf den Toiletten in der Scheune verrichtet», sagt Reto Kunz, der Geschäftsführer der R.A.K. Festzeltvermietung ist.

Stadt ist machtlos

Auch bei der Stadt ärgert man sich, doch viel machen kann sie nicht. «Es handelt sich um Privateigentum. Der Landwirt kann einen Vertrag mit dem Fahrenden machen, was dieser auch getan hat», sagt Hansjörg Goldener, Stadtschreiber von Rapperswil-Jona. Die Stadt sei sofort eingeschritten, als festgestellt wurde, dass Abfall herumgelegen sei und die Nachbarn sich vom Lärm belästigt fühlten. Der Eigentümer des Landstücks wollte sich gegenüber TVO nicht äussern.

Für Reto Kunz ein schwacher Trost. Für ihn ist klar: An Fahrende wird er seine Zelte nicht mehr vermieten.

Der TVO-Beitrag zum Thema:

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Leila Akbarzada
Quelle: red.
veröffentlicht: 23. Juli 2018 19:25
aktualisiert: 23. Juli 2018 19:30