Mels

Fasnachtsschläger muss in die Therapie und ins Gefängnis

19. Februar 2020, 18:31 Uhr
An der Fasnacht 2019 kam es zur Schlägerei.
© Keystone/Symbolbild
An der letzten Fasnacht in Mels hat ein Mann einen Barbesucher scheinbar grundlos zusammengeschlagen. Jetzt hat das Kreisgericht ihn zu einer Therapie und zehn Monate Gefängnis verurteilt.

Der Beschuldigte sagte vor Gericht, dass er «nicht grundlos» zugeschlagen habe, berichtet das «St.Galler Tagblatt». Er sei zuvor vom Opfer angerempelt worden. Weil der Angeklagte die Schläge auch nicht bestreite, forderte die Verteidigung eine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 70 Franken.

Die Anklage hingegen sagte, dass der Mann im Laufe des Abends immer aggressiver worden sei, auch weil er Streit mit der Freundin und einen Boxkampf verloren hatte. Zudem habe der Alkohol eine Rolle gespielt. Die Anklage forderte 14 Monate Haft wegen versuchter schwerer Körperverletzung.

Weil der Beschuldigte ein versierter Kampfsportler ist, folgte das Gericht auch der Begründung, dass er eine schwere Körperverletzung zumindest in Kauf genommen habe. Der Mann wurde deshalb zu zehn Monaten Haft und einer ambulanten Therapie verurteilt. Ausserdem muss er dem Opfer 1500 Franken Genugtuung zahlen und die Verfahrenskosten übernehmen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 19. Februar 2020 18:31
aktualisiert: 19. Februar 2020 18:31