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Flüchtlinge in der Ausbildung zu Landwirten

Laurien Gschwend, 30. März 2019, 19:59 Uhr
Flüchtlinge im Kanton St.Gallen sollen eine landwirtschaftliche Ausbildung absolvieren können: Derzeit läuft ein Pilotprojekt des Trägervereins Integrationsprojekte und des St.Galler Bauernverbandes.
Ist es Flüchtlingen künftig möglich, eine Bauernlehre zu absolvieren?
© TVO

Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea arbeiten seit zwei Wochen auf einem Hof in Wittenbach. Was momentan noch ein Pilotprojekt des Trägervereins Integrationsprojekte St.Gallen (TISG) in Zusammenarbeit mit dem St.Galler Bauernverband ist, soll bald jährlich stattfinden. Das Ziel: Die Flüchtlinge sollen auf einem Bauernhof ein Praktikum absolvieren und daneben zur Schule gehen, um sich landwirtschaftliches Wissen anzueignen. Der Pilot läuft bis zum Juli.

Im Aargau ist ein ähnliches Programm gescheitert – die angehenden Bauern interessierten sich zu wenig für den Job. In St.Gallen sei dies anders, sagt Landwirt und Projektmitarbeiter Walter Keller gegenüber TVO: «Wir haben bereits sehr positive Erfahrungen gesammelt. Das sind freundliche Leute, die es schätzen, wenn man sie ernst nimmt.» Das Projekt sei sorgfältig mit dem Bauernverband vorbereitet worden, sagt Patrik Müller, Präsident des TISG.

Nicht nur die Flüchtlinge, auch die Betriebe können profitieren: «Das ist eine grosse Chance für die Landwirtschaft, wenn wir die Leute integrieren und ausbilden können», sagt Andreas Widmer, Geschäftsführer des St.Galler Bauernverbandes. Es hätten sich mehr Betriebe für das Pilotprojekt gemeldet, als Flüchtlinge zur Verfügung stünden.

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Quelle: TVO

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 30. März 2019 19:53
aktualisiert: 30. März 2019 19:59