Henau

Frau und Polizist nach wie vor vermisst – so setzt die Polizei die Suche fort

6. Juli 2020, 17:59 Uhr
Die Suche nach den beiden Vermissten in der Thur bei Henau läuft auf Hochtouren. Die Bergungsarbeiten sind mit Risiken verbunden, zahlreiche Unternehmen und Tauchclubs bieten ihre Unterstützung an.

Eine 26-jährige Schweizerin und ein 30-jähriger Schweizer Kantonspolizist werden seit Sonntagabend in Henau vermisst. Die beiden waren oberhalb des Wasserfalls Felsegg baden gegangen. Beim Überqueren des Flusses gerieten sie in den Felseggfall. Bis Montagabend fehlte von beiden jede Spur.

Die Kantonspolizei St.Gallen versucht mit zwei verschiedenen Varianten, die Vermissten aus der Thur zu bergen. «Wir haben die ersten Vorbereitungen vorgenommen, um Steine und Felsbrocken in die Thur zu legen, damit der Wasserfall vom Druck entlastet wird», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, gegenüber FM1Today. Damit die Einsatzkräfte mit den schweren Maschinen zur Thur fahren können, mussten einige Bäume gerodet werden.

«Momentan hatten wir noch keinen Erfolg»

«Auf der anderen Seite haben wir einen Bagger eingesetzt. Wir versuchen, das Wasser mit der Schaufel zu stoppen und umzuleiten, sodass der Druck weggenommen wird», so Krüsi. Die Idee stamme von einem Bauunternehmer. «Wir arbeiten jetzt daran. Momentan hatten wir aber noch keinen Erfolg.»

«Wir wollen nicht noch einen Unfall»

Die Bergungsarbeiten laufen ununterbrochen. «Es kommt uns zu Gute, dass es lange hell ist.» In der Nacht werde im Wasser aber nicht weitergearbeitet. «Die Gefahr ist zu gross, wir wollen einen weiteren Unfall vermeiden.» Krüsi kann sich aber vorstellen, dass im Dunkeln die Steine geliefert werden. «Wo wir die Steine herkriegen, ist noch in Abklärung.»

Aufgrund der Zeugenaussaugen weiss die Kantonspolizei, wo die beiden Vermissten etwa eingeklemmt sind. Dies sei bei der Kante des Wasserfalls – also im oberen Bereich des Wasserfalls. «Auf diese Stelle konzentrieren wir uns», so Krüsi.

Grosse Solidarität

Viele Unternehmen und auch Tauchclubs bieten der Kantonspolizei ihre Hilfe an. Eine Firma, die grosse Pumpen herstellt, habe zum Beispiel ihre Hilfe angeboten. «Wir spüren eine grosse Solidarität von verschiedenen Organisationen», sagt Krüsi. Jenste Tauchclubs hätten sich gemeldet, um zu erklären, wie es dort unter Wasser aussieht. «Das wissen wir auch, weil unsere Taucher dort trainieren – es ist trotzdem schön, wenn die Bevölkerung hinter uns steht.»

Werbung

Quelle: FM1Today

(abl/sk)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 6. Juli 2020 17:56
aktualisiert: 6. Juli 2020 17:59