Frauenpower

Frauen ergreifen immer öfter den Beruf der Landwirtin

21. November 2020, 07:29 Uhr
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Quelle: tvo

Immer mehr Frauen entscheiden sich in der Schweiz für die Arbeit als Landwirtin. Oftmals haben sie noch mit Klischees gegenüber ihrem Geschlecht zu kämpfen. Doch davon lassen sie sich nicht beirren, wie der Bericht von TVO zeigt.

In den letzten zwanzig Jahren sind schweizweit 1000 Bauernhöfe dazugekommen, auf denen Frauen das Sagen haben. Auch im Kanton St.Gallen gibt es diesen Trend: Von rund 4000 grösseren Bauernhöfen sind mehr zehn Prozent in weiblicher Hand. Und laut Kanton werden es immer mehr.

Das Interesse der Frauen am Beruf zeigt sich auch am BZWU in Flawil, wo Landwirtinnen und Landwirte ausgebildet werden. Die Klasse des ersten Lehrjahres besteht zu einem Fünftel aus Frauen. «Man hat immer noch diesen Blick von früher, dass dies die Männer machen sollen, weil es ein anstrengender Beruf ist. Aber ich bin der Meinung, dass Frauen dies genauso gut machen können wie Männer», sagt Jael Louis, welche durch ein Praktikum auf die Ausbildung zur Landwirtin gekommen ist. Ihr Umfeld habe verschieden reagiert, sagt die 16-Jährige. «Diejenigen aus der Stadt sehen das etwas skeptisch, aber die anderen finden es cool und unterstützen.»

Franziska Stein, Schulleiterin, Kantonsrätin und seit zwei Jahren Landwirtin auf dem Betrieb in Gommiswald, den sie von ihrem Vater übernommen hat, sieht die Rolle der Frauen in Landwirtschaftsbetrieben als sehr wichtig: «Gerade Frauen bringen in einer Zeit, in der sich die Landwirtschaft verändern und anpassen muss, durchaus ausschlaggebende Ideen ins Betriebskonzept ein und prägen dadurch das landwirtschaftliche Bild in der Schweiz sehr stark mit.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. November 2020 19:29
aktualisiert: 21. November 2020 07:29