St.Gallen

Frauenweier wird abgefischt: Invasive Arten müssen dran glauben

3. Oktober 2019, 19:22 Uhr
Das Badehaus des Frauenweiers auf Dreilinden in St.Gallen bekommt neue Pfeiler. Im Zuge der Erneuerung wird das Wasser abgelassen – die Fische werden umgesiedelt oder getötet.

Bis zu den Knien stehen die Mitarbeiter des Amts für Jagd und Fischerei im Schlamm. Mit einem Netz nach dem anderen holen sie die Fische aus dem Frauenweier – darunter einheimische und invasive Arten. «Das ist schon ein Highlight, hier kann man im Dreck wühlen, das gehört nicht zum Tagesgeschäft», sagt Michael Kugler, St.Galler Fischerei-Verantwortlicher, gegenüber TVO.

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Quelle: TVO

Die einheimischen Fische werden zum St.Galler Fischereiverein übergesiedelt: In einem Bachgewässer in Rheineck finden sie ein neues Zuhause. «Es ist eine Verpflichtung des Tierschutzes, die Fische zu retten», sagt Dominik Thiel, Leiter des Amtes für Jagd und Fischerei des Kantons St.Gallen. Bei einigen sei dies jedoch nicht möglich, weil sie im Schlamm stecken. Die invasiven Arten, etwa aus Osteuropa, müssen dran glauben: Sie haben auf Dreilinden nichts zu suchen und werden getötet. 

Bis zum Frühling bleibt der Frauenweier leer. Auf die nächste Badesaison hin sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. 

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 3. Oktober 2019 19:22
aktualisiert: 3. Oktober 2019 19:22