Pizol

Gemeinden wollen kein Geld für neue Beschneiungsanlagen sprechen

17. Juni 2020, 10:29 Uhr
Die Gemeinden Sargans und Vilters-Wangs sprechen kein Geld für die Beschneiung des Pizols. Die Bergbahnen haben ein Gesuch gestellt, dieses wurde abgelehnt.

Das Projekt «Beschneiung 4.0» sollte dem Pizol Schneesicherheit auch in schneearmen Wintern bringen. Seit Herbst 2019 läuft das Projekt, das unter anderem auch auf Geld aus den umliegenden Gemeinden angewiesen ist.

Bis 2023 laufende Vereinbarung

Laut dem «Sarganserländer» hat nun die Gemeinde Vilters-Wangs aber eine finanzielle Unterstützung des Projektes abgelehnt, der Rat hat das Gesuch der Pizolbahnen abgelehnt.

Dies unter anderem deshalb, weil sich die Gemeinde bereits an der Tilgung des strukturellen Defizits beteiligt. 3,24 Millionen Franken bezahlen Kanton und Gemeinden bis 2023 an die Pizolbahnen, damit diese bestehen können.

Ausserdem lasse die Finanzplanung der Gemeinde «keine grösseren ausserordentlichen Beiträge des Wahlbedarfs» zu, wie der Gemeindepräsident zum «Sarganserländer» sagt.

Sargans hält sich zurück, Mels, Bad Ragaz und Pfäfers noch offen

Auch bei den anderen Gemeinden in der Pizolregion sitzt das Geld für die Bergbahnen offenbar nicht allzu locker. Die Gemeinde Sargans möchte gemäss dem «Sarganserländer» ebenfalls kein neues Aktienkapital für die Pizolbahnen zeichnen.

Die Entscheide in Mels, Bad Ragaz und Pfäfers stehen noch aus. Es ist aber gut möglich, dass der Entscheid aus Vilters-Wangs eine Siganlwirkung ausstrahlt und die anderen Gemeinden sich an ihm richten werden.

Entscheidung ist «extrem frustrierend»

Von der Entscheidung der Gemeinde Vilters-Wangs extrem enttäuscht ist der Verwaltungspräsident der Pizolbahnen, Markus Oppliger. Ohne die Grossaktionäre, zu denen auch die Gemeinden gehören, sei die Umsetzung des Projekts nicht möglich.

Die Erhöhung des Aktienkapitals und weitere Geldbeschaffungsmassnahmen hätten rund 13 Millionen Franken generieren sollen, mit denen das Projekt «Beschneiung 4.0» hätte realisiert werden können. Oppliger möchte nun zu einem runden Tisch einladen, um die Situation mit allen Beteiligten zu diskutieren.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 17. Juni 2020 07:05
aktualisiert: 17. Juni 2020 10:29