Geplatzter Deal mit den «Löwen»

Dario Brazerol, 29. Mai 2019, 08:29 Uhr
Tobias Reichmuth, Jürg Marquard, Anja Graf, Kevin Allemann, Roland Laux, Bettina Hein und Roland Brack (v.l.n.r.)
Tobias Reichmuth, Jürg Marquard, Anja Graf, Kevin Allemann, Roland Laux, Bettina Hein und Roland Brack (v.l.n.r.)
© TV24
Das St.Galler Unternehmen Mastercoldbrewer wollte in der «Höhle der Löwen» Investoren für seinen kalt gebrauten Kaffee finden – und fand sie auch. Zu einem Deal kam es aber trotzdem nicht.

Es ist der Traum eines jeden Jungunternehmers: Finanzielle Unterstützung für die eigene Idee zu erhalten. Die Sendung «Die Höhle der Löwen» macht dies seit kurzem auch in der Schweiz möglich. In der Folge vom Dienstag versuchte das St.Galler Unternehmen Mastercoldbrewer AG mit seinem «Re-Coffee» sein Glück.

Scheinbar perfekter Deal

«Wir haben das Geheimnis um die Erhaltung der Aromavielfalt des Kaffees geknackt», sagt Roland Laux, CEO und Co-Gründer der Mastercoldbrewer AG, vor dem Gang vor die «Löwen». Zusammen mit Barrista Kevin Allemann stellt er den Investoren ihren kalt gebrauten Kaffee vor, welcher in Bischofszell produziert wird. «Am liebsten hätten wir ein Investment von Bettina Hein. Wir glauben, dass sie die Erfahrung hat, die für uns wertvoll wäre», erklärt er weiter. Und tatsächlich: Die Idee kommt bei allen Investoren an, der Deal scheint fix.

Roland Laux und Kevin Allemann von Mastercoldbrewer AG. (Foto: TV24)
Roland Laux und Kevin Allemann von Mastercoldbrewer AG. (Foto: TV24)

«Dass gleich das ganze Löwenrudel eingestiegen ist, war für uns unvergesslich», sagt Roland Laux im Interview mit FM1Today. Jeder der fünf Investoren wollte 150'000 Franken in das Jungunternehmen stecken. Nachdem die Show abgedreht war, kam es zu den Verhandlungsgesprächen. «Es gab einen regen Austausch unter allen Beteiligten. Der in der Show getroffene Deal ist so aber nicht zustande gekommen.» Für Roland Laux ist dies aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: «Bei einem Deal per Handschlag geht es nachher immer um Details. Dort können auch Gründe auftauchen, welche den Deal zum Platzen bringen. That's life.»

«Projekt steht und fällt nicht mit den ‹Löwen›»

Böses Blut zwischen ihm und den «Löwen» habe es aber keines gegeben, bestätigt Roland Laux: «Wir können uns nach wie vor in die Augen sehen. Für uns war immer klar, dass unser Projekt nicht mit den ‹Löwen› steht oder fällt.» Nur schon die Teilnahme an der Sendung war für Laux ein Erfolg und das eigentliche Ziel, die Marke bekannter zu machen, konnte erreicht werden. Mit «Re-Coffee» geht es nämlich auch ohne die Investoren weiter: «Aktuell läuft ein Test mit unserem Kaffee in der Migros. Dort findet man uns bei den Fruchtsäften.»

Dario Brazerol
Quelle: red.
veröffentlicht: 27. Mai 2019 16:51
aktualisiert: 29. Mai 2019 08:29