St.Gallen

Häufiger Mähtod: Junge Politiker fordern mehr Schutz für Rehkitze

18. April 2021, 07:59 Uhr
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Quelle: tvo

1500 bis 2000 Rehkitze sterben in der Schweiz jährlich am Mähtod. Deshalb fordern Politiker der Jungen Grünliberalen St.Gallen vom Kanton mehr Schutz für die Tiere.

«Es macht mich betroffen», sagt Selina Grass, Leiterin politische Projekte der Jungen GLP zu TVO. Konkret geht es um unzählige Rehkitz, die jährlich im hohen Gras durch Landmaschinen sterben. Die Jungen Grünliberalen fordern deshalb von der St.Galler Regierung mehr Schutz für die Tiere. «Man gibt sich schon sehr viel Mühe, aber es hat immer noch Potential, auf das wir aufmerksam machen wollen», so Grass.

So soll der Kanton mehr Geld in präventive Massnahmen investieren, lautet die Forderung. Auch wird eine Meldepflicht für die toten Rehe gefordert, damit es in Zukunft konkrete Zahlen gebe. Bisher wurden die Mähtode nur geschätzt.

60 Rehkitze sterben im Kanton wegen Landmaschinen

Auch der St.Galler Bauernverband unterstützt die Forderung. «Niemand will Tiere verletzen und erst recht nicht töten», so Geschäftsführer Andreas Widmer. Die Leute seien bereits jetzt schon sehr vorsichtig. Trotzdem könne nichts ausgeschlossen werden.

Gemäss Statistik werden rund 60 Rehkitze im Kanton durch Landmaschinen getötet. «Das ist eine hohe Zahl, man probiert, diese möglichst tief zu halten.» Bereits heute würden Landwirte ihre Wiesen vor dem Mähen absuchen, spezielle Mähtechniken anwenden oder mit Drohnen die Flächen absuchen. Eine sehr zeitaufwendige Aufgabe.

Kanton mache schon genug

Nicht zum ersten Mal kommt das Thema zur St.Galler Regierung. Bereits vor zwei Jahren gab es eine Interpellation. Damals hiess es vom Kanton, man mache schon genug für die Rehkitzrettung. «Die Antwort war ganz klar nicht befriedigend», so Selina Grass von der Jungen GLP. Der Kanton habe unbelegte Behauptungen abgegeben. Informationen hatte die Partei dazu nie bekommen. Deshalb startete die junge Partei eine Petition.

Diese ist seit Freitag online, bereits über 300 Unterschriften sind eingegangen. Das Ziel der Politiker ist es, bis im Juli mindestens 2000 Unterschriften zusammen zu haben. Dann werde die Petition bei der St.Galler Regierung eingereicht.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. April 2021 09:39
aktualisiert: 18. April 2021 07:59