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St.Gallen

Hauptpost wird Filiale der Zukunft und erstrahlt im alten Glanz

Christoph Thurnherr, 3. Februar 2020, 18:15 Uhr
Weniger Gemischtwarenladen, mehr Begegnungszone: Die St.Galler Hauptpost wird umgebaut – die grosszügige Halle ist wieder zurück. Mit dem Umbau wird sich aber einiges ändern.
Schöne Halle: Ohne Stände wirkt die Hauptpost viel offener.
© FM1Today / Gerry Reinhardt

Wer seit dem 13. Januar in der St.Galler Hauptpost war, der traute seinen Augen kaum. Vom Boden, über die Wände, bis hin zur Decke ist die Halle schön gestaltet und macht einen erhabenen Eindruck. Freilich sieht die Halle schon länger so aus, nur hat das niemand bemerkt.

Denn die Hauptpost wirkte während der letzten Jahre wie ein gelber Gemischtwarenladen. Kaum eingetreten, hatte man einen Stand mit Handyhüllen vor dem Gesicht, an der Wand gab es Couverts in verschiedenen Grössen und in der Mitte diebstahlsichere Unisex-Reiseportemonnaies. Von den Vorhängeschlössern ganz zu schweigen. 

Nach dem neuen Konzept soll die Post einladender werden. 

© FM1Today / Gerry Reinhardt

Die Post baut um  

Das gelbe Überangebot an nützlichen und weniger nützlichen Hilfsmitteln wurde entfernt und nun sieht die Hauptpost aus wie eine Empfangshalle und nicht wie ein Flughafenshop für Last-Minute-Souvenirs. 

Grund dafür: Die Hauptpost wird bis 1. Februar umgebaut und am 3. Februar neu eröffnet. Draussen bleiben dank einem neuen Konzept die gelben «Wühltische». «Die Halle sollte sogar noch schöner werden», sagt Thomas Schifferle, Mediensprecher der Post. 

Do it yourself

Die St.Galler Hauptpost folgt damit dem Konzept «Filiale der Zukunft». Das heisst: Offener Raum, Platz für Kunden und Austausch mit den Mitarbeitenden der Post. Im Zentrum steht in Zukunft deswegen eine Informationstheke, wo einem erklärt wird, wie man zum Beispiel eine SMS-Briefmarke lösen kann. 

«Filiale der Zukunft» bedeutet auch neue Funktionen. Neu wird es in St.Gallen möglich sein, vorfrankierte Pakete selbst zu versenden, oder Einzahlungen zu machen. «Die Digitalisierung macht auch vor den Postgeschäften nicht halt», sagt Schifferle. 

Inwiefern sich die Digitalisierung in der Gestaltung der Halle niederschlägt, lässt sich ab dem 3. Februar beurteilen.

(thc)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 21. Januar 2020 05:54
aktualisiert: 3. Februar 2020 18:15