Toggenburg

Herzenswunsch: Loris darf einen Tag ins Militär

4. März 2020, 12:59 Uhr
Der 15-jährige Toggenburger Loris Früh mit Down-Syndrom wünschte sich nichts sehnlicher, als einen Tag im Militär verbringen zu dürfen. Dieser Wunsch wurde ihm erfüllt und er wurde schon am ersten Tag befördert.
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Quelle: TVO

Die Panzer fahren auf in Wattwil: Die Infanterie aus Herisau ist auf dem Weg zu einem Teenager in Ulisbach. Der 15-jährige Loris ist ganz aufgeregt, das Militär ist wegen ihm gekommen. Der Toggenburger mit Down-Syndrom darf einen Tag im Militär verbringen – das ist sein Wunsch an die Stiftung Sternschnuppe, die Kindern mit einer Behinderung, Krankheit oder nach schweren Verletzungen einen Wunsch erfüllt.

«Er hat das Schiessen hervorragend gemacht»

Während für viele das Militär mehr Zwang als Freude bedeutet, blüht Loris auf, sobald er das Militär sieht: «Er kommt dann richtig ins Fieber», sagt sein Vater, Philipp Früh. Die Infanterie fährt mit Loris ins Ausbildungszentrum nach Herisau. Dort darf er Simulator fahren und sogar schiessen.

«Ich muss ehrlich sein, Loris hat das Schiessen hervorragend gemacht, dafür dass er es das erste Mal gemacht hat», sagt Jvan Codoni, Fachausbilder der Schweizer Armee. So gut, dass sich Loris bald ein grünes Abzeichen auf seinen Tarnanzug kleben kann. Er wird kurzerhand zum Hauptfeldweibel befördert. Es gibt Applaus und Loris strahlt über beide Ohren.

Eltern freuen sich mit Loris

Die Freude ist dem 15-Jährigen anzusehen. Vor lauter Aufregung weiss er gar nicht recht, was er sagen soll, deshalb übernehmen seine Eltern das Reden. «Es macht sehr grosse Freude, zu sehen, wie er so viel Freude hat», sagt Manuela Früh, die Mutter von Loris. «Ich bin überrascht, da ich nicht wusste, wie er darauf reagieren wird.»

Als Hauptfeldweibel gehört es zu Loris Aufgabe, die Zimmer zu kontrollieren. Er hebt den Daumen und gibt damit zum Ausdruck, dass alles in Ordnung ist. Allgemein ist alles in Ordnung beim Anblick von Loris, wie er die Hand zum Gruss zur Stirn hebt und in seinem Tarnanzug und der runden Brille fröhlich in die Kamera lächelt.

Die Überraschung ist der Stiftung geglückt und Loris verlässt das Ausbildungszentrum in Herisau nicht nur fröhlich, sondern auch mit einer so schnellen Beförderung, wie sie vor ihm womöglich niemand erhalten hat.

(Sarah Wagner/abl)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 4. März 2020 12:59
aktualisiert: 4. März 2020 12:59
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