Standortpolitik

HEV fordert höhere Standortqualität für den Kanton St.Gallen

14. April 2021, 14:53 Uhr
In der kommenden Aprilsession werden zwei Vorstösse eingereicht, die der Hauseigentümerverband initiiert hat. (Archivbild)
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der Kanton St.Gallen habe als Wohn- und Arbeitskanton gegenüber anderen Landesteilen an Qualität verloren. Dies stellt der kantonale Hauseigentümerverband (HEV) fest und kündigt Vorstösse im Kantonsrat an.

Der Kanton St.Gallen habe im Bereich Erschliessung und Erreichbarkeit klar an Terrain verloren, heisst es in der Mitteilung des Hauseigentümerverbands des Kantons St.Gallen (HEV) vom Mittwoch. Grundlage dafür ist eine Studie, die der Verband in Auftrag gegen hat.

Die Fahrzeiten auf Strasse wie Schiene seien für viele Regionen «zu langfädig und senken die Standortattraktivität». Es zeige sich, dass das Bewertungssystem für die kantonale Gesamtverkehrsstrategie klare Fehlentwicklungen fördere, «da die Erreichbarkeit viel zu tief und ökologische und soziale Aspekte viel zu hoch gewertet werden».

Das Reineinkommen liege im Kanton St.Gallen deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Der Abstand zu anderen Regionen habe sich zuletzt vergrössert. Die Steuerbelastung sei für Familien wie Unternehmen wenig attraktiv.

Gleichzeitig fehle es in den Gemeinden an Siedlungsreserven. Die kantonale Raumplanung versage bei der Bereitstellung von Wirtschaftsflächen komplett, sowohl im Hightech-Bereich als auch bei wissensbasierten Arbeitsplätzen, heisst es in der Mitteilung. Nun brauche es umfassende Massnahmen. Dazu sollen in der Aprilsession zwei Vorstösse eingereicht werden. Darin geht es laut HEV um die Themen Erreichbarkeit und Siedlungsreserven.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. April 2021 14:53
aktualisiert: 14. April 2021 14:53