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HSG-Professor bezog bis zu 120'000 Franken

Laurien Gschwend, 24. November 2018, 07:46 Uhr
Ein Professor der Universität St.Gallen (HSG) soll unerlaubterweise bis zu 120'000 Franken Spesen bezogen haben. Der St.Galler Regierungsrat Stefan Kölliker nimmt erstmals ausführlich Stellung zum Fall.
Der mögliche Spesenskandal nagt auch am St.Galler Bildungschef Stefan Kölliker.
© Tagblatt/Ralph Ribi

Er habe Interesse daran, in Bezug auf den mutmasslichen Spesenmissbrauch Transparenz zu schaffen, sagt der St.Galler Bildungsdirektor und Universitätsratspräsident Stefan Kölliker (SVP) im Interview mit dem «St.Galler Tagblatt». Es handle sich um Spesenbezüge zwischen 100'000 und 120'000 Franken, die «fragwürdig» getätigt wurden. Mit dem Geld sei in den Jahren 2014 bis 2018 für Flugreisen, Hotelübernachtungen und Verpflegung bezahlt worden.

Die überhöhten Spesen würden nur eine Person betreffen. Laut dem «St.Galler Tagblatt» ist es der HSG-Professor Peter Sester, der Verwandte in der brasilianischen Stadt São Paulo habe.

Im Frühsommer hatte die Uni St.Gallen wegen «allfälliger Unregelmässigkeiten bei Spesenbezügen» ein Verfahren gegen drei Mitarbeiter eröffnet. Derzeit liegt der Fall bei der Disziplinarkommission (FM1Today berichtete).

Das ganze Interview mit Stefan Kölliker kannst du auf tagblatt.ch lesen.

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 24. November 2018 07:46
aktualisiert: 24. November 2018 07:46