Hund Blacky stirbt wegen Giftköder

Christoph Thurnherr, 8. Januar 2019, 18:04 Uhr
Blacky starb an den Folgen der Vergiftung.
© zVg
Der Hund Blacky frass in Wattwil einen mit Schneckenkörnern präparierten Giftköder. Nach tagelangem Kampf starb er an den Folgen der Vergiftung.

Im Toggenburg ist wahrscheinlich ein Hundehasser unterwegs. Das zeigt der Fall des Wattwiler Hundes Blacky. Der Hund der Familie Luginbühl frass offenbar mehrere Cervelatstückchen, die mit Schneckenkörnern präpariert waren. «Für mich ist klar, dass es sich hier um eine absichtliche Tat handelte. Jemand hat die Schneckenkörner in den Wurststückchen versteckt und so den Tod von Blacky herbeigeführt», sagt Carla Leutenegger von der Tierklinik Nesslau, gegenüber dem Tagblatt. Sie hat bei Blacky eine Magen-Darm-Spülung gemacht und viele der giftigen Körner, zusammen mit Cervelat, gefunden.

Schneckenkörner können auch für grössere Tiere tödlich sein (Bild: zVg)

Schreckliches Ende

Erich Luginbühl brachte Blacky am 2. Januar in die Tierklinik. Da er an diesem Tag noch nicht draussen war, musste der Hund den Köder am Vorabend gefressen haben. Für Blacky war das bereits zu spät: durch die Vergiftung erlitt er einen epileptischen Anfall, wurde von Krämpfen geschüttelt, sein Kot verfärbte sich grün und blau. Nachdem er in ein künstliches Koma versetzt wurde, starb Blacky am 4. Januar an der Vergiftung.

Nicht das erste Mal

Für Familie Luginbühl ist der tragische Tod ihres Hundes ein Schock. «Ich kann es nicht fassen. Er war ein sehr treuer, aufgestellter und kinderfreundlicher Hund. Wir haben viel Schönes miteinander erlebt», sagt Erich Luginbühl. Fast 16 Jahre lang war Blacky Teil der Familie. Die Familie hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet, wie die Kantonspolizei St.Gallen bestätigt.

Blacky wurde schon einmal vergiftet. Vor rund drei Jahren wurde er in der Tierklinik Nesslau wegen ähnlicher Symptome behandelt. Dieses Mal hat er es nicht geschafft. Auch, weil er vor drei Jahren schneller in tierärztlicher Behanldung war. Warum dies bei Vergiftungserscheinungen eines Hundes entscheidend ist und warum die Polizei bei Fällen dieser Art Mühe hat, liest du auf Tagblatt.ch.

Christoph Thurnherr
veröffentlicht: 8. Januar 2019 18:00
aktualisiert: 8. Januar 2019 18:04