«Ich finde, wir haben wichtigere Projekte»

Krisztina Scherrer, 12. September 2018, 05:42 Uhr
TVO
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In Zukunft sollen die St.Galler selbst bestimmen, wie viel ihr Gemeindepräsident verdient - das zumindest fordert die Initiative eines überparteilichen Komitees, die gestern eingereicht wurde. Die Meinungen dazu sind geteilt.

Toni Thoma, Gemeindepräsident von Andwil, ist in den Reihe der Gemeindepräsidenten ein Exot: Anders als viele seiner Kollegen will er, dass die Bürger bestimmen wie viel Geld er Ende Monat verdient. Zusammen mit anderen Politikern hat er die Initiative «Behördenlöhne vors Volk» eingereicht. «Ich denke, es ist nicht angebracht, dass die Behörden, die gewählt werden, sich den Lohn selbst geben. Ich glaube, es wäre eine Chance für die Gemeindepräsidenten ihren Lohn zu erklären und durch die Bürgerschaft legitimieren zu lassen», sagt er gegenüber TVO.

Gesetz soll gekippt werden

Das Kantonale Gesetz verbietet, dass der Bürger Einfluss auf den Geldbeutel der Gemeindebehörden nehmen kann. Die Initiative soll das Gesetz kippen. Alle Löhne der Behördenmitglieder sollen so einem Referendum unterstellt werden.

«Es ist genug mit diesen Löhnen»

Robert Rahts, Gemeindepräsident Thal, will seinen Lohn nicht von den Bürgern bestimmen lassen: «Ich denke, sehr viele Leute leben von Steuergeldern, siehe Strassenbau. Ich finde wir haben wichtigere, andere Projekte, die man im Kanton St.Gallen angehen muss. Es soll irgendwann auch mal genug sein mit diesen Löhnen.»

Zur Abstimmung kommt es frühstens Mitte nächstes Jahr. Hier der TVO-Beitrag dazu:

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Krisztina Scherrer
Quelle: sk
veröffentlicht: 11. September 2018 20:38
aktualisiert: 12. September 2018 05:42