Alissa Hutter

«Ich war einfach wie geflasht»

19. September 2019, 09:55 Uhr
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Alissa Hutter hat am Mittwochnachmittag kurz Zeit für ein paar Interviews.
© Tagblatt
Alissa Hutter ist das neue Elite Model Schweiz. Die 16-jährige Kantischülerin aus Abtwil hat ihren freien Mittwochnachmittag genutzt, um Interviews zu geben. Ihre Zeit war knapp, denn sie musste noch auf eine Franzprüfung lernen.

Sie ist die Siegerin der Schweizer Ausgabe des «Elite Model Look». Bei der Finalveranstaltung hat sich Alissa Hutter gegen 13 andere Jungmodels durchgesetzt. Die 16-Jährige aus Abtwil ist damit auch für die Teilnahme am Weltfinale berechtigt. Im Interview gibt Alissa einen Einblick, wie es ihr während und nach dem Finale ergangen ist.

Alissa, Hand auf's Herz: Hast du damit gerechnet, das Finale zu gewinnen?
Nein, ich war recht überrascht. Ich ging mit der Einstellung ans Finale, dass ich eine Erfahrung machen kann, die mir niemand mehr nehmen kann. Als ich dann unter den Top 3 war, hab mich schon so gefreut, dass ich gar nicht mehr richtig zugehört hab. Und dann heisst es auf einmal nochmal: Alissa Hutter! 

Wie meinst du das, du hast nicht mehr zugehört? 
Ich war einfach wie geflasht. Meine Familie und meine Freundinnen haben sich so gefreut, dass ich selbst mit den Emotionen gar nicht mehr nachgekommen bin. Erst am nächsten Tag habe ich dann realisiert, was überhaupt passiert ist. Ich habe dann immer wieder gesagt: «Jetzt darf ich ja ans Weltfinale, ist ja mega krass!»

Wie reagiert dein Umfeld auf den Sieg? 
Ich habe es nie gross herum erzählt, dass ich im Finale bin. Deswegen wussten das die meisten auch gar nicht. Erst als es in den Medien kam, haben mir viele über Whatsapp oder Snapchat gratuliert und Glück gewünscht für das Weltfinale. 

Du bist 16 Jahre alt, kommst aus dem kleinen Abtwil und gehst in die Kanti, aber das Weltfinale scheint dich kein bisschen zu beunruhigen. Wie machst du das? 
Für mich war immer schon klar, dass ich die Matura machen will. So habe ich auch mehr Zeit um mich zu entscheiden, welche Richtung ich einschlage: Sprachen, Wissenschaften, Kunst oder was auch immer. Das mit dem Modeln kam von aussen, weil ich darauf angesprochen wurde. Die Prioritäten haben sich nicht verschoben, darum nehme ich es locker.

Das Weltfinale hat aber eine andere Grössenordnung.
Das stimmt. Es ist eine Riesenveranstaltung. Das habe ich aber erst gemerkt, als ich es nach dem Sieg gegoogelt habe. Da sind ja die Sieger aus über 30 Ländern dabei. Ich freue mich jetzt einfach darauf, alle diese Menschen kennen zu lernen. Das ist bestimmt eine unvergessliche Erfahrung. 

Alissa Hutter

Alissa Hutter steht zurzeit im Rampenlicht der Medien.

© FM1Today

Aber träumen darf man doch. Hast du schon mal an den Sieg gedacht?
So weit war ich mit meinen Gedanken noch nicht. Nein, ich will die Erfahrung einfach geniessen. Ob da noch etwas dabei rauskommt oder nicht, sehe ich dann vor Ort. Es ist nicht so, dass ich im Voraus irgendwelche Erwartungen habe. 

Alissa Hutter lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen. Naja, von fast nichts. In der Schule steht bald eine Französisch-Prüfung an. «Muss noch Französisch-Vocabulaire büffeln», meint sie auf der Türschwelle. Vielleicht kann Alissa das auch am Weltfinale brauchen. 

 

(thc)

 

 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 19. September 2019 09:42
aktualisiert: 19. September 2019 09:55