Nur einmal war es wärmer

Im Dezember: Föhn bringt dem Rheintal 20 Grad

Fabienne Engbers, 17. Dezember 2019, 08:27 Uhr
Der Föhn bringt dem Rheintal (hier oberhalb von Maienfeld) aussergewöhnlich hohe Temperaturen.
© Keystone
Am Dienstag kann man im Werdenberg, Rheintal und auch in St.Gallen getrost mit dem Pullover zur Arbeit. Dank des Föhns wurde es in der Nacht bis zu 20 Grad warm, auch in den kommenden Tagen bleibt es äusserst mild.

Joggen in den kurzen Hosen, Grillieren auf dem Balkon oder eine Velotour – dank des Föhns ist das alles bis Weihnachten gut machbar. Erste Rekordwerte wurden bereits in der Nacht auf Dienstag gemessen. In Brülisau ging starker Föhnsturm mit Böen bis zu 167 Stundenkilometern.

Knacken wir die 20-Grad-Marke?

Gleichzeitig war es für diese Jahreszeit aussergewöhnlich warm. In Thal mass die Meteocentrale 19,8 Grad, das Thermometer dürfte im Verlaufe des Tages noch mehr als 20 Grad anzeigen.

Nicht nur im Kanton St.Gallen ist es seit Montag erstaunlich warm, auch in der Innerschweiz und in Bern bläst der Föhn. So wurden in Altdorf und in Meiringen Orkanböen registriert.

Auch in Bad Ragaz und in Vaduz erreichte der Wind über 100 Studenkilometer.

1989 war es noch wärmer

Nur einmal seit Messbeginn war es im Dezember wärmer: 1989 wurde es, ebenfalls am 16. Dezember, mehr als 22 Grad warm, der Rekord wurde mit 22,3 Grad in Glarus und Vaduz gemessen.

Sturm lässt Bergbahnen stehen

Mit dem Sturm kommen auch die ersten Ausfallmeldungen von Bergbahnen. In den Flumserbergen bleibt der Lift von Unterterzen zur Tannenbodenalp geschlossen, man muss via Flums reisen.

In Grindelwald sind diverse Bahnen nicht in Betrieb, nebst den Luftseilbahnen ist auch der Bahnverkehr von Wengen über Grindelwand zur Kleinen Scheidegg und zum Jungfraujoch unterbrochen. Der Zug fährt voraussichtlich den ganzen Tag nicht.

Weisse Weihnachten Adé

Der Föhn dürfte auch in den kommenden Tagen wetterbestimmend sein. So bleibt es eher windig und sehr warm, tagsüber wird es bis Freitag immer wärmer als zehn Grad in St.Gallen. Es belibt allerdings auch stürmisch.

Weisse Weihnachten sind also auch bei den kühnsten und hoffnungsvollsten Vorhersagen kaum möglich. Es wird wohl eher ein Jahr, in dem man an Heiligabend im Bodensee schwimmen gehen kann oder ein Grillfest auf dem Balkon veranstalten kann,

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 17. Dezember 2019 06:54
aktualisiert: 17. Dezember 2019 08:27