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Drone Champions League

In Rapperswil steigen die Drohnen – aber nur virtuell

2. Oktober 2020, 17:56 Uhr
In Rapperswil-Jona findet am Samstag die Drohnenweltmeisterschaft satt – allerdings nur virtuell. Wo darin die Schwierigkeiten liegen, erklärt der 19-jährige David Müller aus dem Schweizer Team.
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Quelle: pd

Mit über 160 Kilometern pro Stunde jagen die Drohnen wieder über Rapperswil-Jona hinweg. Das Finale der Drone Champions League findet am 3. und 4. Oktober statt. Im Vergleich zu anderen Jahren gibt es aber eine markante Änderung: Die Drohnen heben nur virtuell ab.

19-jähriger Buchser mischt mit

Der Buchser David Müller gehört mit seinem Team – dem einzigen Schweizer Team – zu den Wettkämpfern. Der 19-Jährige hat seine Leidenschaft für Drohnen erst kürzlich entdeckt: «Ich habe im Februar diesen Jahres mit dem Drohnensimulator angefangen. Seither durfte ich schon beim Grand Prix in den USA fliegen und nun auch bei der Champions League.»

Zum grössten Teil trainiert David Müller aber analog im Freien. «Das ist einfach viel schöner als virtuell. Wenn man online einen Crash macht, kann man immer wieder neu starten. Im Freien ist man viel versierter.»

Der Informatiker-Lehrling trainiert bis zu drei Stunden pro Tag.

© Tagblatt

«Bin froh, dass ich nicht Letzter geworden bin»

Auf der Strecke für den Final der Drone Champions League konnte der Informatiker-Lehrling erst in der Qualifikation trainieren. Und die Strecke hat es in sich. «Heute hatten wir den zweiten Qualifikationstag und ich bin nur schon froh, dass ich nicht Letzter geworden bin. Gegen die Profis anzutreten hat es in sich.»

Die Strecke habe alles zu bieten, was schwierig ist, sagt David Müller. «Man muss alles geben. Man muss mental gut vorbereitet sein. Am Renntag fliegt man nur ein paar Minuten.» In den letzten zwei Wochen hat der 19-Jährige jeden zweiten Tag bis zu drei Stunden trainiert. Die Chancen für sein Team sieht er aber eher gering: «Den ersten Platz werden wir nicht machen. Wie es aussieht, müssen wir gegen das weltbeste Team aus England antreten.»

Auch wenn es beim Final der Drone Champions League nicht für den Sieg reichen wird, David Müller bleibt zielstrebig: «Meine Lehre ist aktuell mein Hauptziel. Aber vollzeit Drohne zu fliegen, wäre ein Traum.»

(dab)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. Oktober 2020 21:05
aktualisiert: 2. Oktober 2020 17:56