Forderung

In St.Gallen soll die Grüngutabfuhr zur Pflicht werden

28. November 2022, 07:51 Uhr
Die links-grünen Fraktionen im Stadtparlament fordern, dass alle Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer den Grüngutservice der Stadt nutzen müssen. In anderen Städten ist das bereits Realität.
Liegenschaftenbesitzer sollen neu einen Container aufstellen müssen. Ausnahme: Wenn der Platz für einen Container fehlt oder es einen Kompost hat.
© Aargauer Zeitung/Marc Ribolla
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Seit bald sechs Jahren hat St.Gallen eine Grüngutabfuhr. Links-Grün fordert jetzt, das aus dem freiwilligen Angebot eine Pflicht werden soll. Dazu haben die Fraktionen von SP/Juso/PFG, GLP/JGLP und Grünen/Jungen Grünen jüngst einen Vorstoss eingereicht, schreibt das «St.Galler Tagblatt». In der Motion fordern sie, dass der Stadtrat das Abfallreglement ändert. Liegenschaftenbesitzer sollen einen Container aufstellen müssen. Ausnahme: Wenn der Platz für einen Container fehlt oder es einen Kompost hat.

Für die Grünen ist es «ökologischer Blödsinn, Grüngut zu verbrennen». Eine Pflicht hat der Stadtrat bereits anfangs Jahr abgelehnt. Skeptische Liegenschaftenbesitzer sollen durch Information überzeugt werden. Die Stadtregierung dürfte daher auch die Motion ablehnen. Trotzdem ist sie nicht chancenlos. Links-Grün besitzt 35 von 63 Sitzen im Parlament. Würde der Vorstoss überwiesen werden, müsste der Stadtrat das Abfallreglement wie gefordert ändern. Über das angepasste Reglement entscheidet das Parlament dann erneut.

Quelle: St.Galler Tagblatt/Marlen Hämmerli
veröffentlicht: 28. November 2022 07:50
aktualisiert: 28. November 2022 07:51