Standortpolitik

Innovationspark Ost ist bewilligt

21. April 2021, 12:11 Uhr
Ableger des Schweizer Innovationsparks gab es bisher in anderen Landesteilen - auf dem Bild der Innovationspark Zürich in Dübendorf -, aber nicht in der Ostschweiz. (Archivbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Der Bundesrat hat am Mittwoch den Innovationspark Ost definitiv ins Netzwerk von Switzerland Innovation aufgenommen. Damit ist es im dritten Anlauf gelungen, auch in der Ostschweiz ein solches Angebot aufzubauen, bei dem Wirtschaft und Forschung eng zusammenarbeiten.

Zweimal scheiterte der Versuch, in St. Gallen einen Innovationspark für die ganze Ostschweiz aufzubauen, an der Qualität des Dossiers. Der dritte Versuch ist nun aber erfolgreich. Im November hatte bereits die Stiftung «Switzerland Innovation» die St. Galler Bewerbung gutgeheissen. Damit fehlte nur noch die Zustimmung des Bundesrats.

Nun ist auch dieser letzte Schritt absolviert. In seiner Sitzung vom Mittwoch habe der Bundesrat den Innovationspark Ost «als sechsten Standort in das Gesamtnetzwerk Schweizerischer Innovationspark genehmigt», teilte der Bund mit. Der Entscheid der Landesregierung sei «ein grosser und zugleich bedeutender Meilenstein für das Generationenprojekt», wird der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Beat Tinner (FDP) in einer Mitteilung des Kantons zitiert.

Ostschweizer Kantone dabei

Standort des Innovationsparks Ost ist der «Campus Lerchenfeld» neben dem Areal der Empa in der Stadt St. Gallen. In Buchs ist ein Nebenstandort geplant. Beteiligt sind neben St. Gallen auch die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein.

Der Innovationspark soll sich auf die Schwerpunkte Gesundheit, Digitalisierung von Geschäftsmodellen sowie Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie konzentrieren. Eingebunden ist neben der Empa das St. Galler Kantonsspital, die Ostschweizer Fachhochschule, die Forschungsanstalt RhySearch in Buchs und die Universität St.Gallen.

Trägerin ist eine privatrechtliche Aktiengesellschaft. Das Eigenkapital beträgt drei Millionen Franken. Es wird von öffentlichen und von privaten Aktionärinnen und Aktionären geäufnet. Der Kanton St. Gallen ist mit einem Aktienkapital von 500'000 Franken der Ankeraktionär.

Im November 2020 bewilligte der St. Galler Kantonsrat als Anschubfinanzierung für den Betrieb des Innovationsparks einen A-fonds-perdu-Beitrag in der Höhe von 10 Millionen Franken. Das Geld wird zehn Jahre lang in jährlichen Tranchen zur Verfügung gestellt. Nun geht es an die Umsetzung der Pläne: Das Verwaltungsratspräsidium des Innovationsparks Ost wurde bereits öffentlich ausgeschrieben.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. April 2021 12:11
aktualisiert: 21. April 2021 12:11