Wegen Corona

Jetzt fix: Rheintaler Fasnachtsumzüge werden abgesagt

25. September 2020, 13:37 Uhr
Auch der Tschätteri-Umzug wird 2021 nicht stattfinden. (Archiv)
© FM1Today/Michael Kuhn
Die Fasnachtsumzüge in Altstätten, Rebstein, Oberriet, Kriessern und Diepoldsau finden 2021 nicht statt. Die Veranstalter sagen die Umzüge aufgrund der Corona-Situation und den damit verbundenen behördlichen Bestimmungen ab.

«Es ist ein schwarzer Tag für die Rheintaler Fasnacht», sagt Ralph Dietsche, Medienbeauftragter der fünf Fasnachts-Organisationen. Die Röllelibutzen, der Blauring Oberriet, Gula Gula Diepoldsau, das OK der Musikgesellschaft Kriessern und die Räbschter Dorffasnacht haben gemeinsam beschlossen, dass 2021 keine Fasnachtsumzüge in den Gemeinden stattfinden werden.

Entscheid zeichnete sich ab

Der Entscheid sei den Organisatoren sehr schwer gefallen, heisst es in einer Mitteilung. Er zeichnete sich jedoch in den letzten Wochen und Tagen aufgrund der Entwicklung der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden behördlichen Vorgaben ab. «Die meisten haben schon ein bisschen mit dieser Entwicklung gerechnet», sagt Dietsche. «Wir haben verschiedene Möglichkeiten unter Berücksichtigung von Hygiene- und Schutzmassnahmen angedacht und geprüft. Trotzdem haben wir uns nun entschieden, die Umzüge komplett abzusagen.»

Die Vereine hätten die Absage gemeinschaftlich entschieden: «Die Organisatoren der Umzüge arbeiten gut zusammen. Somit war es eine einheitliche Entscheidung. Man steht geschlossen zusammen.»

Ausschlaggebender Punkt für die frühe und koordinierte Absage sei die benötigte Vorlaufzeit, welche die grossen Fasnachtsumzüge respektive die teilnehmenden Gruppen benötigen. «Die Vorbereitungen für die Umzüge starten jeweils schon mehrere Monate vor der Fasnacht. Wir wollten den Teilnehmern und den Organisatoren eine gewisse Planungssicherheit bieten», sagt Dietsche.

«Absage ist immer unpopulär»

Wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickelt, könne niemand voraussagen. Es müsse jedoch angenommen werden, dass sich die Situation bis zur Fasnacht nicht entschärft. «Finanziell sind bisher noch keine grossen Ausgaben getätigt worden. Es ist aber so, dass es den einzelnen Organisationen weh tut, wenn die Einnahmen fehlen.» Einerseits verlieren die organisierenden Vereine eine wichtige Einnahmequelle, andererseits hat der Durchführungsverzicht auch Folgen für Hotels, Gastrobetriebe, Lieferanten, Partner und regionale Gewerbebetriebe. «Die Absage von liebgewonnenen Veranstaltungen ist immer unpopulär. Wir hoffen jedoch, dass wir im Jahr 2022 die Anlässe wieder im gewohnten Rahmen durchführen können und zählen daher in dieser Ausnahmesituation auf das Verständnis der Fasnachtsfreunde, Besucher und Partner.»

Durchführung weiterer Anlässe offen

Die Absagen betreffen bis jetzt «erst» die Fasnachtsumzüge in den fünf Rheintaler Gemeinden. Wie es mit den einzelnen Fasnachtsanlässen der verschiedenen Organisatoren in den einzelnen Gemeinden aussieht, und ob es Alternativ-Programme geben wird, steht noch nicht fest. «Die entsprechenden Veranstalter werden diesbezüglich zu gegebener Zeit kommunizieren.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 25. September 2020 10:20
aktualisiert: 25. September 2020 13:37