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St.Gallen

Kampf gegen das «Lädelisterben»: HSG-Studenten wollen kleine St.Galler Boutiquen retten

8. Oktober 2021, 22:19 Uhr
Corona und Onlineangebote setzen den kleinen Läden in den Innenstädten seit Längerem zu. Vier HSG-Studenten wollen dem «Lädelisterben» nun einen Riegel vorschieben und haben dafür ein Start-Up gegründet. Nur gemeinsam könne man gegen die Grossverteiler ankommen, so die Idee.
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Quelle: tvo

Snjezana Filipovic ist Inhaberin der St.Galler Boutique Leoncini. Wie viele kleine Läden in den innnenstädten spürte auch sie die Corona-Restriktionen, besonders in Zeiten des Shutdowns, stark. 

Kampf gegen die Grossverteiler

Doch nicht nur die Pandemie, auch der zunehmende Druck durch die steigende Bereitschaft der Leute, online einzukaufen, ist belastend für die kleinen Läden. Dem «Lädelisterben» wollen nun vier junge HSG-Studenten Einhalt gebieten. «Wir haben gesehen, dass sehr viele kleine Läden in der Innenstadt geschlossen sind. Und es gab niemanden, der ihnen hilft. Man hört nur immer von den grossen Modegiganten wie Zalando. Da ist uns die Idee gekommen, dass sich die kleinen Läden zusammentun müssten, um gegen die Grossverteiler anzukämpfen», erklärt Dominik Seucan. Er hat gemeinsam mit drei Studienkollegen das Start-Up Luxiqo gegründet.

Luxiqo bietet eine Onlineplattform, auf welcher St.Galler Boutiquen ihre Produkte digital vertreiben können. Seit Februar arbeiten die vier HSG-Studenten am Projekt.

Die Gründer haben eine Vision

Boutiquen-Inhaberin Snjezana Filipovic glaubte im ersten Moment nicht wirklich daran, dass Luxiqo ihr Geschäft retten könnte und hat den vier Gründern zuerst mehr aus gutem Willen zugehört. Doch nun ist sie richtiggehend begeistert von der Idee und glaubt an ihr Potenzial. «Endlich kommt mal jemand auf die Idee, die kleinen Boutiquen in der Stadt zu unterstützen. Wenn ich sehe wie professionell die Jungs arbeiten, hoffe ich wirklich sehr, dass das Projekt ein Erfolg für uns alle wird.»

Drei Unternehmen sind in der Pilotphase in St.Gallen aktuell dabei. Momentan ist die Teilnahme gratis – Seucan und seine Mitgründer wollen aber mit ihrer Geschäftsidee wachsen und früher oder später Geld damit verdienen. Ihre Vision sieht vor, dass irgendwann Läden aus der ganzen Schweiz ihre Produkte auf ihrer Plattform vermarkten.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Oktober 2021 22:19
aktualisiert: 8. Oktober 2021 22:19