Katzen in St.Gallen von Virus befallen

Krisztina Scherrer, 5. Februar 2019, 11:17 Uhr
Es wird empfohlen, Kater zu kastrieren. (Symbolbild)
Es wird empfohlen, Kater zu kastrieren. (Symbolbild)
© iStock
Im St.Galler Riethüsli-Quartier streifen ein halbes Dutzend verwilderte Katzen umher. Die Tiere tragen ein Virus in sich, der für zahme Hauskatzen zur Gefahr werden kann.

Der Tierschutzverein St.Gallen ist in Sorge: In der Nähe eines Bauernhofs im Riethüsli-Quartier streifen junge Katzen umher, die man so schnell wie möglich einfangen und kastrieren sollte. «Die Katzen sind nicht gesund und tragen Viren in sich», sagt Erika Bolt vom Tierschutzverein St.Gallen gegenüber dem «St.Galler Tagblatt». Die Streuner seien wahrscheinlich mit dem FIV-Virus infiziert, besser bekannt als «Katzen-Aids».

Kein Impfstoff gegen Katzen-Aids-Erreger

Entdeckt hat Bolt den Virus bereits im Herbst, rund zehn eingefangene Katzen rund um den Bauernhof wurden getestet: «Die Katzenmütter sowie ihre Kleinen waren mit Leukose und FIV - einer Krankheit, die das Immunsystem schwächt - infiziert.» Katzen können zwar gegen Leukose geimpft werden, gegen den Katzen-Aids-Erreger gibt es bislang aber keinen Impfstoff.

Virus kann sich ausbreiten

Der FIV-Erreger wird von den Katzenmüttern auf ihren Nachwuchs, aber auch durch Bisse unter erwachsenen Tieren übertragen. «Das ist eine Gefahr für zahme Hauskatzen im Quartier», sagt Bolt. Auch die Nachbarsgebiete seien betroffen: Ein nicht kastrierter Kater lege teils grosse Strecken auf der Suche nach einem Weibchen zurück, so könne sich das Virus ausbreiten.

Wie der Virus eingedämmt werden kann und was der Tierschutz empfiehlt, kannst du auf tagblatt.ch nachlesen.

Krisztina Scherrer
Quelle: red.
veröffentlicht: 5. Februar 2019 11:17
aktualisiert: 5. Februar 2019 11:17