Konkurrenz aus dem Netz für lokale Hotels

René Rödiger, 19. Dezember 2017, 19:09 Uhr
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Airbnb boomt und wird auch noch weiter wachsen. Darunter leiden Hotels in der Region St.Gallen. Unglücklich über die neuen Anbieter ist man aber nicht überall.

Alleine in der Stadt St.Gallen sind rund 60 Wohnungen auf Airbnb ausgeschrieben. Fast eine halbe Million Menschen haben letztes Jahr so ihre Ferien in der Schweiz verbracht, Kunden, die den Hotels fehlen.

Sehr zum Leidwesen von Deepak Mehta, Direktor des Hotel Eastside St.Gallen: «Uns fehlen vor allem Familien und an den Wochenenden haben wir Probleme.» Für Mehta ist klar, dass Airbnb nur so boomt, weil sich die privaten Anbieter nicht an die gleichen Regeln halten müssen. Mehta: «Wir müssen feuerpolizeiliche Massnahmen beachten und haben Mindestlöhne.»

Völlig anders sieht das natürlich Airbnb. Julian Trautwein, Sprecher von Airbnb, meint: «In den Ferien- und Bergregionen der Schweiz trägt Airbnb zu einem ganzjährigen Tourismus und somit einer nachhaltigen Nutzung bestehender Unterkünfte bei.» Er geht sogar noch weiter: «Die bessere Auslastung kommt der lokalen Wirtschaft und Infrastruktur zugute.»

Airbnb will insbesondere in den Bergregionen weiter wachsen und sucht dort das Gespräch mit den Behörden und Ämtern. Max Nadig, Präsident Toggenburg Tourismus, sagt: «Wir sind sehr an einer Zusammenarbeit interessiert. Wenn Airbnb ihre Abgaben leistet, dann sind wir glücklich, wenn eine internationale Plattform auch unser Angebot präsentiert.»

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 19. Dezember 2017 19:09
aktualisiert: 19. Dezember 2017 19:09