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Stadt St.Gallen

Krawalle, Corona und gute Vorsätze: Maria Pappa im Interview zum Jahreswechsel

31. Dezember 2021, 18:19 Uhr
Die St.Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa schaut auf ein bewegtes Jahr 2021 zurück. Was ihr besonders in Erinnerung geblieben ist und was sie sich für das nächste Jahr wünscht, erzählt sie im Interview.
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Quelle: tvo

Die St.Galler Osterkrawalle haben in der ganzen Schweiz für Schlagzeilen gesorgt. Was nehmen sie von diesen Ereignissen mit?

Maria Pappa: Es war einzigartig. Es zeigt auf, dass eine Gesellschaft sehr verletzlich ist. Auch wir in St.Gallen sind vor solchen Ausschreitungen nicht geschützt. Es ist wichtig, dass wir miteinander reden und aufeinander aufpassen.

Wegen der Osterkrawalle haben sie persönlich auch viel mediale Aufmerksamkeit erhalten. Was macht das mit ihnen?

Das hat mich etwas überrascht. Der Ursprung dessen war, dass ich während der Krawalle vor Ort das Gespräch mit den Jugendlichen gesucht habe. Es war speziell, dass die Öffentlichkeit danach mehr von mir wissen wollte. Das gehört aber auch zum Amt einer Stadtpräsidentin. Daran muss ich mich gewöhnen.

Auch die Corona-Pandemie begleitet uns weiterhin. Wie schauen sie dieser Entwicklung entgegen?

Ich persönlich hätte nicht gedacht, dass uns das Thema so lange beschäftigt. Es zeigt sich, dass es ein längerfristiges Problem ist. Corona war ein Grundrauschen im Jahr 2021. Wir hatten im Sommer und Frühherbst eine Entlastung. Es gab in St.Gallen beispielsweise das Neustartfestival. Künstlerinnen und Künstler haben sich dafür zusammengetan. Es gab Momente, an denen Begegnungen möglich waren.

Sie waren 2021 mit vielen schwierigen Themen konfrontiert. Fühlen sie sich dem gewachsen?

Ich bin damit zufrieden, wie wir die verschiedenen Herausforderungen gemeistert haben. Ich kann dies aber nicht alleine, es ist immer ein Produkt des Teamworks. Eines der grössten Themen werden im nächsten Jahr die Finanzen sein.

Welche persönlichen Vorsätze haben sie für das Jahr 2022?

Ich wünsche mir eine gesunde Work-Life-Balance. Ich habe zwei anstrengende Jahre hinter mir. 2022 will ich Zeit haben, um mich zu erholen.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 31. Dezember 2021 18:16
aktualisiert: 31. Dezember 2021 18:19