Lehrermangel

Lehrpersonen in Quarantäne: «Es könnte zu Engpässen kommen»

26. Oktober 2020, 22:08 Uhr
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Quelle: tvo

Die Suche nach Stellvertretungen wird für die Schulen zunehmend alltäglich, weil immer mehr Lehrpersonen in Quarantäne müssen. Trotzdem wünscht man sich den Fernunterricht nicht zurück.

Kantönligeist hin oder her: Was die Schule Feld in Altstätten heute Morgen erlebt hat, ist zurzeit in jedem Kanton Thema: «Bei uns hat sich heute Morgen herausgestellt, dass wir einen Lehrer haben, der positiv auf Corona getestet wurde. Er ist jetzt natürlich zu Hause. Für diese Zeit, in der er nicht unterrichten kann, müssen wir jetzt eine Lösung organisieren», sagt Schulleiter Sandro Hess im Interview mit TVO. «Irgendwann könnte es auch zu einem Engpass kommen.»

Studierende helfen aus

Die Suche nach einer Stellvertretung ist im Moment aber nicht so einfach, da immer mehr Schulen auf der Suche nach Aushilfen sind. Auch bei der Schule Häggenschwil sind zurzeit zwei von 14 Lehrpersonen in Quarantäne, hier konnte das Pensum noch intern besetzt werden. Auch die Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHSG) bietet Hilfe an und stellt ihre Studierenden zur Verfügung. 

Unterricht ist gefährdet

In der Stadt Wil seien zwar erst fünf der 300 Lehrpersonen in Quarantäne, dennoch sei der Unterricht gemäss Jutta Röösli, Vorsteherin Bildungsdepartement Wil, gefährdet. «Es kann uns durchaus blühen, dass wir einen Mangel an Lehrpersonen haben.» Zurück zum Fernunterricht käme für die Schulen nicht in Frage, dies wollen alle, wenn möglich, verhindern.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 26. Oktober 2020 22:07
aktualisiert: 26. Oktober 2020 22:08