Rohner Magenbrot

«Magenbrot-Häuschen sind ein Tropfen auf dem heissen Stein»

27. Mai 2020, 18:21 Uhr
Marcel Lutz, CEO von Magenbrot Rohner, spricht über die schwere Zeit für seine Firma.
© Tagblatt/Urs Bucher
Mit Magenbrot-Häuschen will die Rebsteiner Firma Magenbrot Rohner den finanziellen Totalausfall verhindern. Die abgesagten Messen und Märkte machen dem Unternehmen zu schaffen. Die grosse Hoffnung liegt nun auf dem Herbst, wenn Grossevents wieder erlaubt sein könnten.

Mit Magenbrot-Häuschen will das Rheintaler Unternehmen Magenbrot Rohner seine Ware unter die Leute bringen. Dies, weil Messen und Märkte – die grössten Absatzmärkte für Magenbrot – aktuell nicht stattfinden. Mittlerweile stehen 14 dieser Häuschen im Rheintal verteilt. Diese Alternative sei aus finanzieller Sicht allerdings nur ein Tropfen auf dem heissen Stein, sagt der Geschäftsführer von Magenbrot Rohner, Marcel Lutz.

«Können Fixkosten tragen»

«Mit den Magenbrot-Häuschen können wir unsere Fixkosten tragen. Wir sind also froh, wenn Märkte und Messen bald wieder stattfinden können», sagt Marcel Lutz. Im Vergleich zu den letzten Jahren fehlt der komplette Umsatz. In finanzieller Not ist das Unternehmen allerdings nicht, versichert Marcel Lutz: «Als Unternehmen halten wir die aktuelle Situation noch eine ganze Weile aus.»

Magenbrot Rohner verkauft seine Produkte jetzt in Häuschen

© zVg

Mit dem Lockdown wurde die Magenbrot-Produktion sofort auf Null heruntergefahren. Die Lager sind mittlerweile leer: «Wir bieten ein Nischenprodukt an und produzieren im kleinen Rahmen. Durch die Verteilaktion und die Magenbrot-Häuschen konnten wir einen grossen Teil unseres Bestandes unter die Leute bringen.»

Erst im April wurde fast eine Tonne Magenbrot an Spitäler, Kinder-, Alters- und Pflegeheime im Rheintal verteilt (FM1Today berichtete). Eine Tonne Magenbrot hat einen Marktwert von fast 20'000 Franken.

Grossevents bis Ende August verboten

Nun werden bei Magenbrot Rohner mit Spannung die nächsten Entscheide des Bundesrats in Bezug auf Veranstaltungen über 1000 Personen abgewartet – diese sind bis mindestens Ende August verboten. «Wir sind in den Startlöchern, um die Produktion von heute auf morgen wieder hochzufahren», sagt Lutz. An den Magenbrot-Häuschen wolle man aber festhalten: «Wenn wir passende Standorte finden, wollen wir das Angebot sogar noch ausbauen.»

(dab)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. Mai 2020 05:43
aktualisiert: 27. Mai 2020 18:21