Toni Brunner

«Man stellt sich existenzielle Fragen»

31. März 2021, 09:04 Uhr
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Quelle: tvo

Toni Brunner ist vor über zwei Jahren als Nationalrat zurückgetreten. In der Sendung «Im Zug mit...» erzählt er, ob er die Politik vermisst und ob es je ein Comeback geben wird.

Toni Brunner bezeichnet sich selbst als Lebemensch. «Ich hoffe, mir nie vorwerfen zu müssen, nicht gelebt zu haben», sagt der ehemalige SVP-Präsident. Sein Leben hat sich in den letzten zwei Jahren verändert. 2018 reichte der gebürtige Wattwiler nach 23 Jahren seinen Rücktritt vom Nationalrat ein.

Staatlich verordnetes Nichtstun

Heute führt er als Gastronom den Landgasthof Sonne in Ebnat-Kappel. Die letzten Monate waren auch für ihn schwierig. «Es ist staatlich verordnet, dass man nicht Arbeiten darf. Trotzdem hat man Fixkosten. Man stellt sich in so einer Situation existenzielle Fragen.»

Im Landgasthof Sonne arbeitet auch Toni Brunners Bruder Andi, der das Downsyndrom hat. «Er ist ein Jahr älter als ich. Ich war oft als ‹Übersetzer› für ihn da, als er sich noch nicht so gut äussern konnte.» Andi arbeitete zunächst in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Das habe ihn nicht sehr erfüllt, sagt Brunner. Deshalb hilft er heute im Gasthof seines kleinen Bruders mit.

Polit-Comeback möglich?

Toni Brunner wurde mit 21 Jahren in den Nationalrat gewählt. Als Präsident der SVP erlebte er turbulente Zeiten, wie etwa die Abwahl von Ex-Bundesrat Christoph Blocher, mit. 2018 gab er seinen Rücktritt bekannt. «Ich wusste, dass es gar nicht mehr spannender werden kann», sagt Brunner. Ein Polit-Comeback schliesst der 46-Jährige deshalb aus.

Die ganze Sendung «Im Zug mit Toni Brunner» von TVO kannst du dir oben ansehen.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 30. März 2021 21:32
aktualisiert: 31. März 2021 09:04