St.Georgen

Mann berührt drei Buben auf Fussballwiese – Polizei ermittelt

24. Mai 2022, 17:03 Uhr
Ein Mann hat am Wochenende auf der Wiese bei der Hebel-Turnhalle in St.Georgen Kinder beim Fussballspielen angesprochen. Dabei kam es zu Berührungen. Die Schulleitung hat die Eltern inzwischen über den Vorfall informiert; die Kantonspolizei versucht, den Verdächtigen ausfindig zu machen.
Auf dieser Wiese bei der Hebel-Turnhalle in St.Georgen wurden Kinder am Wochenende von einem Mann angesprochen und berührt.
© St.Galler Tagblatt/Christina Weder

Am Samstagabend kam es auf der Fussballwiese bei der Turnhalle des Hebelschulhauses in St.Georgen zu einem Vorfall. Mittelstufenschüler spielten auf der Wiese Fussball, als sie zwischen 20 und 21 Uhr von einem Mann angesprochen wurden, der ein Kopfhörerteil seiner AirPods verloren hatte. Die Kinder halfen dem Mann daraufhin beim Suchen. In diesem Zusammenhang sei es zu Berührungen des Mannes gegenüber den Schülern gekommen.

Das geht aus einem Schreiben hervor, mit dem die Schulleiterin des Hebelschulhauses Eltern am Montagabend und Dienstagmorgen über den Vorfall informierte. «Das Verhalten des Mannes ist nicht akzeptabel», schreibt sie im Brief, der dem «St.Galler Tagblatt» vorliegt.

Mutter griff ein

Wie Hanspeter Krüsi, Polizeisprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage mitteilt, waren im vorliegenden Fall drei 11- bis 12-jährige Buben betroffen. Die Mutter eines weiteren Kindes, die auf der Fussballwiese dazustiess, wurde auf die Geschehnisse aufmerksam, sprach den Mann an und gebot ihm Einhalt. Die Schulleiterin dankt der Mutter im Schreiben für ihre Zivilcourage. Die Eltern der betroffenen Buben informierten die Polizei und reichten Anzeige ein.

Polizei hält sich bedeckt, um das Verfahren nicht zu gefährden

Polizeisprecher Krüsi will sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht näher zum Fall und zum mutmasslichen Täter äussern. «Die Ermittlungen laufen, aber sie dauern einen Moment», sagt er. Ziel der Polizei sei es, den Verdächtigen ausfindig zu machen und die Tat aufzuklären. Die Kantonspolizei steht sowohl in Kontakt mit den Eltern der betroffenen Schüler als auch mit der Schulleitung. «Wir nehmen den Vorfall ernst und verstärken gegebenenfalls die Kontrollpräsenz.»

Eltern sollen Kinder vorbereiten

Die Kantonspolizei St.Gallen hat jährlich kantonsweit mit rund einer bis zwei Handvoll ähnlichen Fällen zu tun, die sich im Umfeld der Schule ereignen, wie Krüsi sagt. Er rät Eltern, Kinder altersgerecht aufzuklären und auf solche Erlebnisse vorzubereiten – und zwar am besten, bevor etwas passiert sei. «Kinder müssen lernen, gegenüber Fremden ‹Nein› zu sagen.» Trotzdem solle man den Kindern keine Angst machen. Die Kantonspolizei hat einen Ratgeber mit dem Titel «Ihr Kind alleine unterwegs – so schützen Sie es trotzdem» herausgegeben, der online verfügbar ist.  

Quelle: St.Galler Tagblatt/Christina Weder
veröffentlicht: 24. Mai 2022 17:02
aktualisiert: 24. Mai 2022 17:03
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