Mann schmuggelt Bienen und flüchtet

Laurien Gschwend, 12. Juni 2019, 15:58 Uhr
Wegen des Verdachts auf Krankheit wurden die Bienen noch vor Ort vernichtet.
© Eidgenössische Zollverwaltung
Mitarbeiter des Zolls in St.Margrethen haben am Sonntag einen ungewöhnlichen Schmuggelfall aufgedeckt: Ein Deutscher wollte zwölf Bienenvölker illegal in die Schweiz einführen – bei der Zollkontrolle flüchtete er. Erst nach einer Verfolgungsjagd konnte er angehalten werden.

Ein Deutscher (61) reiste am frühen Sonntagmorgen über den schaffhauserischen Grenzübergang Bargen in die Schweiz ein. In seinem Fahrzeug befanden sich zwölf Bienenvölker. Weil er weder eine Bewilligung noch Zollpapiere für die Bienen vorweisen konnte, wurde er an der Grenze zurückgewiesen.

Verfolgung mit Blaulicht und Sirene

Kurze Zeit später versuchte er sein Glück am Grenzübergang St.Margrethen. Zöllner wollten den Mann kurz nach seinem Grenzübertritt in einer mobilen Kontrollstelle anhalten und kontrollieren. Der Deutsche wendete jedoch und fuhr mit hoher Geschwindigkeit zurück Richtung Grenze. Nach einer Verfolgungsjagd mit Blaulicht und Sirene konnte er schliesslich in Grenznähe angehalten werden.

Bienen vernichtet

Die zwölf Bienenvölker – diese befanden sich noch immer im Kofferraum – wurden auf Anweisung des St.Galler Veterinäramtes beschlagnahmt. Da die Herkunft der Völker unbekannt war und keine Gesundheitszeugnisse vorlagen, konnte eine mögliche Einschleppung von Bienenkrankheiten nicht ausgeschlossen werden, teilt die Eidgenössische Zollverwaltung mit. «Deshalb wurden die Bienenvölker noch vor Ort durch den zuständigen Bieneninspektor vernichtet.»

Der Mann musste die hinterzogene Mehrwertsteuer nachbezahlen und wurde gebüsst. Er wurde zudem wegen Hinderung einer Amtshandlung angezeigt.

Laurien Gschwend
Quelle: EZV/red.
veröffentlicht: 12. Juni 2019 15:58
aktualisiert: 12. Juni 2019 15:58