Mann versucht, Pythons zu schmuggeln

Marc Sieger, 19. September 2018, 11:49 Uhr
Eine der zwei Königspythons.
Eine der zwei Königspythons.
© EZV
Den Zöllnern in Diepoldsau ging ein Schmuggler ins Netz, der zwei Königspythons über die Grenze schleusen wollte. Die Tiere wurden beschlagnahmt, was mit ihnen passiert, ist aber noch unklar.

Der Schweizer wollte am vergangenen Samstag in Diepoldsau mit seinem Auto die Grenze überqueren. Bei der Kontrolle fanden die Zöllner im Fahrzeug zwei Königspythons. Da der 21-Jährige keine gültigen Papiere für die Schlangen vorlegen konnte, wurden die Tiere beschlagnahmt. Der mutmassliche Schlangenschmuggler erhielt eine Busse in der Höhe von mehreren hundert Franken.

Für Privathaltung bestimmt

Der Schmuggel von Schlangen ist höchst selten. Michael Steiner von der eidgenössischen Zollverwaltung ist kein vergleichbarer Fall aus der Ostschweiz bekannt. Er mag sich nur an einen Fall in Basel erinnern, wo ein Mann sieben Schlangen illegal in die Schweiz einführen wollte.

Woher der 21-Jährige die Königspythons hat, kann die Zollverwaltung auf Anfrage von FM1Today nicht abschliessend sagen. Vermutlich aber aus Deutschland, heisst es. «Bestimmt waren sie für die Privathaltung bestimmt», sagt Steiner.

Zukunft der Schlangen ist ungewiss

Was mit den Pythons geschieht, ist ungewiss. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat sich eingeschaltet und prüft nun, wo die Tiere untergebracht werden können. «Bei solch seltenen Tieren ist das nicht einfach», sagt Nathalie Rochat, Mediensprecherin des BLV. Geeignet seien Zoos oder Zoohandlungen, die mit den Tieren auch umgehen könnten. Möglich sei aber auch, dass der Schweizer die Pythons zurückerhält. Er könne nachträglich die notwendigen Papiere für die Schlangen beantragen, erklärt Rochat. «Möglich, dass er die Pythons dann zurückbekommt.»

Marc Sieger
Quelle: mas
veröffentlicht: 19. September 2018 11:42
aktualisiert: 19. September 2018 11:49