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Messerstecher ist schuldunfähig

René Rödiger, 29. April 2019, 10:05 Uhr
Der Mann, der im August 2017 in der St.Galler Innenstadt einen Starbucks-Gast erstochen hat, ist laut psychiatrischem Gutachten schuldunfähig. Am 9. Mai steht er vor Gericht.

Der 44-jährige Schweizer sei an einer paranoiden Schizophrenie erkrankt, heisst es im psychiatrischen Gutachten, aus dem das «St.Galler Tagblatt» zitiert. Zum Tatzeitpunkt habe er sich in einem ausgeprägten Wahngebilde bewegt und die Realität nicht mehr wahrnehmen können.

Der Täter wird im Gutachten als vollständig schuldunfähig eingestuft. Bei der Verhandlung am 9. Mai beantragt die Staatsanwaltschaft deshalb, «die schuldlose Begehung des Mordes» festzustellen und beim 44-Jährigen eine stationäre therapeutische Massnahme (kleine Verwahrung) anzuordnen.

Der 44-Jährige stach im August 2017 mehrmals mit einem Messer auf einen 22-Jährigen vor dem Starbucks in der St.Galler Innenstadt ein. Das Opfer verstarb wenige Tage später im Spital. Laut Anklageschrift litt der Täter unter der Vorstellung, ein Mitglied eines «Sexporno-Filmrings» und Verkäufer von brutalen Porno-Videos töten zu müssen. Den Auftrag soll er von ehemaligen Kandidatinnen von Schönheitswettbewerben und besorgten Müttern erhalten haben. Das Opfer hat er zufällig ausgesucht, er glaubte im 22-Jährigen «seine Zielperson» erkannt zu haben.

Weitere Details zum psychiatrischen Gutachten und zur Anklageschrift gibt es im «St.Galler Tagblatt».

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 29. April 2019 10:04
aktualisiert: 29. April 2019 10:05