Glosse

Montag ohne Fleisch: Verrät die Uni St.Gallen ihre Prinzipien?

René Rödiger, 18. November 2019, 10:29 Uhr
Gibt es an der Universität St.Gallen bald einen «Meatless Monday»? Zumindest fordern das einige Studentinnen und Studenten. Dass gerade an der HSG ein fleischloser Tag kommen soll, überrascht doch.
Ein bisschen Fleisch ist auch ein bisschen Marktwirtschaft.
© iStock/Symbolbild

Eine Gruppe von Studentinnen und Studenten der Universität St.Gallen fordert von der Migros als Betreiberin der Uni-Kantine einen fleischlosen Tag auf dem Rosenberg. Selbstverständlich gibt es bereits heute in der Mensa täglich eine Variante ohne Fleisch. Es geht ums Prinzip. Und das Klima.

Ja, vegetarisch oder vegan zu essen, liegt im Trend, angesichts des ökologischen Fussabdrucks eines Tieres, das zum Verzehr gezüchtet worden ist, ist die Forderung auch verständlich.

So weit, so normal. Eher überraschend ist, dass die Forderung ausgerechnet von Studentinnen und Studenten der HSG kommt, wo doch ökonomische Argumente mehr zählen als ökologische. Was läuft an der Wirtschaftsschule falsch? Wird dort nicht mehr die freie Marktwirtschaftslehre gelehrt? Angebot und Nachfrage? Seit wann kommen vom Rosenberg Forderungen nach Verboten und Regeln?

Ob Vegi oder Fleisch an der Uni-Mensa, die Lösung würde auf der Hand liegen: Die Studentinnen und Studenten könnten sich ein Vorbild an der HSG-Leitung im Spesenskandal nehmen. Einfach auch mal ein Auge zudrücken.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. November 2019 10:30
aktualisiert: 18. November 2019 10:30
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